Internet-Gigant
Google zahlt mehr Steuern im Ausland

Nach der heftigen Kritik an Googles (legalen) Steuertricks hat der Internet-Gigant im vergangen Jahr deutlich mehr Steuern auf seine Auslandsgeschäfte gezahlt. Getrickst wird aber auch weiterhin.
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LondonDer wegen seiner legalen Steuertricks in Europa in die Kritik geratene Internet-Gigant Google hat im vergangenen Jahr auf seine Auslandsgeschäfte deutlich mehr Steuern gezahlt. Die Steuerlast außerhalb des Heimatmarktes USA kletterte um gut 70 Prozent auf 743 Millionen Dollar, wie aus dem in dieser Woche veröffentlichten Jahresbericht des Unternehmens hervorgeht. Damit stieg die Steuerquote in diesen Märkten auf 8,6 Prozent von 5,3 Prozent 2012. Trotz des Anstiegs beträgt die Quote jedoch nur etwa ein Drittel des Gewerbesteuersatzes in Googles wichtigsten Auslandsmärkten.

Google reduziert seine Steuerlast in Europa mit Hilfe einer Tochter in Irland, die wiederum Gebühren an eine Niederlassung auf den Bermuda-Inseln abführt, wo keine Gewerbesteuer fällig wird. Google selbst wollte sich nicht zu der wachsenden Steuerlast im Ausland äußern. Steuerexperten vermuten, dass dies an dem Wachstum der Geschäfte in Schwellenländern liegen könnte. Vor allem in vielen asiatischen Ländern sei die Vermeidung von Steuern deutlich schwieriger. Google selbst hat wiederholt erklärt, überall die Steuergesetze genau zu beachten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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