Internet macht PC-Gaming wieder attraktiver
Später Start der neuen Playstation schadet Sony

Der japanische Elektronikkonzern Sony fährt eine höchst riskante Strategie mit seiner neuen Spielekonsole Playstation 3. Dieser Ansicht ist zumindest Paul Jackson, Analyst der Marktforschungsfirma Forrester.

HB DÜSSELDORF. Die Konsole komme nicht nur spät, sondern habe auch verhältnismäßig viel teure Media-Technik wie das hochauflösende Videoformat „Blu-Ray“ und den Hochleistungsprozessor „Cell“ eingebaut. Ob sich das lohnen wird sei fraglich: „Videokonsolen werden nicht aus ihrer Nische kommen und als Medienzentrale die Wohnzimmer erobern“, sagt Jackson. Doch erst dann dürften sich Sonys hohe Investitionen in die Technik wirklich auszahlen.

Die Playstation 3 – kurz „PS3“ – wird Nachfolger der über 100 Millionen mal verkauften Playstation 2 und gilt als Sonys wichtigste Produkteinführung im laufenden Jahr. Im Finanzjahr 2004/05 (zum 31. März 2005) hat Sony mit Videospielen und Hardware umgerechnet rund 6,8 Mrd. Dollar umgesetzt und einen operativen Gewinn von 404 Mill. Dollar erzielt.

Einen PS3-Prototyp hat Sony im Mai 2005 vorgestellt. Doch während Microsoft die Konkurrenzkonsole „Xbox360“ seit November verkauft, konnte Sony-Chef Howard Stringer gegen alle Erwartungen auf der Fachmesse CES in Las Vegas im Januar 2006 wieder keinen Starttermin für die PS3 nennen. Bislang heißt es, sie werde „im Frühjahr“ und wohl zunächst nur in Japan erscheinen.

Analysten wie Yuichi Kobayashi von Shinko Securities sehen das kritisch. Er glaubt nicht, dass Microsoft eine Chance gegen Sony hat – wenn die PS3 rechtzeitig kommt. Jens Uwe Intat, Europachef beim Softwareriesen Electronic Arts, warnt: „Noch ein Weihnachtsgeschäft in den USA und in Europa sollte Sony mit der PS3 besser nicht verpassen.“

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