Internet-Pionier

Yahoo steckt Hackerangriffe weg

Der Verkauf des Yahoo-Kerngeschäfts an Verizon zieht sich weiter hin. Offenbar will der Telekomkonzern den Preis für den Internet-Pionier noch drücken. Geschäftlich läuft es bei Yahoo aber überraschend gut..
Update: 24.01.2017 - 02:24 Uhr Kommentieren
Der Deal um den angeschlagenen Internet-Pionier Yahoo ist wegen eines Hackerangriffs erneut auf den Prüfstand gekommen. Quelle: AP
Yahoo / Verizon

Der Deal um den angeschlagenen Internet-Pionier Yahoo ist wegen eines Hackerangriffs erneut auf den Prüfstand gekommen.

(Foto: AP)

SunnyvaleDer kriselnde Internet-Pionier Yahoo hat die im vergangenen Jahr bekanntgewordenen massiven Hackerangriffe finanziell gut verkraftet. Für das abgelaufene Quartal gab der US-Konzern einen unerwartet hohen Gewinn und einen überraschend deutlichen Umsatzanstieg bekannt. Der vereinbarte milliardenschwere Verkauf des Internetgeschäfts an den US-Telekomkonzern Verizon soll noch in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden. Die Yahoo-Aktie stieg im nachbörslichen Handel am Montag bei hohen Umsätzen um 1,2 Prozent.

Im abgelaufenen Vierteljahr legten die Erlöse um 15 Prozent zu auf 1,47 Milliarden Dollar. Zugleich erwirtschaftete Yahoo einen Überschuss von 162 Millionen Dollar nach einem Verlust von 4,43 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor. Allerdings war das Minus damals vor allem auf eine Abschreibung auf Firmenanteile zurückgegangen. Die aktuellen Kennzahlen lagen über den Erwartungen von Analysten.

Das Management geht nun davon aus, dass die Übernahme des Webgeschäfts durch Verizon erst im zweiten Quartal unter Dach und Fach gebracht werden kann. Der Deal hängt allerdings in der Schwebe. Verizon hatte im Juli vereinbart, das Yahoo-Kerngeschäft mit Online-Werbung, der Suchmaschine sowie Mail- und Messenger-Diensten für 4,8 Milliarden Dollar zu kaufen.

Die Übernahme sollte eigentlich Anfang dieses Jahres abgeschlossen werden. Doch nach Bekanntwerden zweier beispielloser Hackerangriffe, bei denen 2013 und 2014 Daten von mehr als einer Milliarde Yahoo-Nutzern gestohlen wurden, geriet der Deal ins Stocken. Experten gehen zwar nicht davon aus, dass Verizon die Transaktion abbläst. Es wird aber erwartet, dass der Konzern nun einen spürbaren Preisnachlass durchsetzen will.

Ein neuer Name für Yahoo
Aus Yahoo wird Altaba
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Der Internetpionier Yahoo will nach dem geplanten Verkauf des Webgeschäfts an den Telekomkonzern Verizon das restliche Unternehmen in Altaba umbenennen. Der Name soll eine Wortschöpfung aus „alternate“ und „Alibaba“ sein. Altaba wird vor allem aus der Beteiligung an der chinesischen Online-Plattform Alibaba und Yahoo Japan bestehen. Zudem wird die derzeitige Konzernchefin Marissa Mayer den Verwaltungsrat nach der Übernahme verlassen. Mayer war es nicht gelungen, das von den Rivalen Google und Facebook an den Rand gedrängte Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Aus Deutsche Annington wird Vonovia
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Deutschlands größter Immobilienkonzern Deutsche Annington hat sich 2015 neuen Namen gegeben und firmiert seitdem unter Vonovia. Hintergrund des Namenswechsels war vor allem der Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Gagfah. Statt der bisherigen Marke in den Farben Rot und Weiß ist das neue Logo nun in Petrol gehalten.

Aus Deutsche Annington wird Vonovia
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Der Name Vonovia, der an „neues Wohnen“ erinnern soll, sei in 17 Sprachen geprüft worden, teilte das Bochumer Unternehmen mit. Dem Immobilienunternehmen gehöre bundesweit rund 370.000 Wohnungen.

Aus Bayer Material Science wird Covestro
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Die Kunststoffsparte des Bayer-Konzerns macht den ersten Schritt in die Unabhängigkeit: Seit dem 1. September 2015 ist der Teilkonzern Bayer Material Science planmäßig unter seinem neuen Namen Covestro an den Start gegangen. Ein Jahr zuvor hatte der damalige Bayer-Chef Marijn Dekkers die Abspaltung des Bereichs und dessen Börsengang bis Mitte 2016 angekündigt. Bayer will sich künftig als sogenannter Life-Science-Konzern ganz auf seine ertragreicheren Sparten Gesundheit und Agrarwirtschaft konzentrieren.

Aus Bayer Material Science wird Covestro
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2014 hatte Covestro mit weltweit gut 14.000 Beschäftigten an 30 Standorten rund um den Globus einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro erzielt. Die wichtigsten Produktionsstandorte in Deutschland befinden sich in Dormagen, Krefeld-Uerdingen und Brunsbüttel.

Aus GDF Suez wird Engie
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Der französische Energieversorger GDF Suez gab sich 2015 einen neuen Namen. Der Konzern heißt seitdem „Engie“. Damit werde dem Wandel in der Energiebranche Rechnung getragen...

Aus GDF Suez wird Engie
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Der langjährige Chef Gérard Mestrallet verließ nach mehr als 20 Jahren die Spitze des Konzerns und machte Platz für die neue Chefin Isabelle Kocher. Gemeinsam hätten sie die Namensänderung beschlossen. Der Name sei leichter mit dem Geschäft des Unternehmens zu assoziieren: Energie. Es gibt noch zahlreiche andere Beispiel für Unternehmen, die in der Vergangenheit ihren Namen geändert haben...

Experte Martin Utreras vom Marktforscher Emarketer sagte, es sehe so aus, als ob sich die Hackerattacken auf das Nutzerverhalten nicht so negativ ausgewirkt hätten wie befürchtet. Kollege Youssef Squali vom Finanzhaus Cantor Fitzgerald sagte, der Quartalsbericht zeige zwar, dass Yahoo seine Effizienz verbessern könne. Das Geschäft der Suchmaschine sei aber weiterhin rückläufig, gab er zu bedenken.

Yahoo geriet zuletzt immer tiefer in die Krise und konnte mit den schnell wachsenden Online-Giganten Google und Facebook nicht mehr mithalten. Der eigentliche Gewinnbringer war meist die nun noch 15 Prozent schwere Beteiligung an dem chinesischen Online-Händler Alibaba. Yahoo will nach dem Verkauf des Webgeschäfts an Verizon das restliche Unternehmen in „Altaba“ umbenennen.

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