Internet-Plattform Digg
Der 149,5-Millionen-Dollar-Absturz

150 Millionen Dollar - auf diesen Wert taxierten Investoren einst die Internet-Plattform Digg. Davon ist sie mittlerweile meilenweit entfernt, ein Investor kauft die Reste des früheren Social-Media-Stars für deutlich weniger.
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New YorkDie einst hoch gehandelte Social-Media-Plattform Digg ist für einen Bruchteil ihres früheren Wertes verkauft worden. Der Investor Betaworks habe die Reste des Unternehmens für 500.000 Dollar übernommen, berichtete die „New York Times“ am Donnerstag (Ortszeit).

Zudem erhielten die Eigner einen Anteil am neuen Besitzer, der „einen einstelligen Millionenbetrag“ wert sei. 2008 war Digg bei einer Finanzierungsrunde noch mit mehr als 150 Millionen Dollar bewertet worden. Die Firmen bestätigten den Verkauf, äußerten sich aber nicht zum Preis.

„Wir machen Digg wieder zu einem Startup“, teilte der auf kleine Unternehmen spezialisierte Investor Betaworks mit, der sich unter anderem mit dem Linkverkürzer bit.ly einen Namen gemacht hat. Er will den Dienst mit eigenen Produkten kombinieren, vor allem News.me.

Das ist eine Anwendung, die von den eigenen Facebook- und Twitter-Kontakten geteilte Artikel zusammenführt und unter anderem für iPhone und iPad aufbereitet. Betaworks-Gründer John Borthwick wird neuer Digg-Chef. Keiner der Digg-Mitarbeiter wechselt zum neuen Eigner.

Digg ist ein Dienst, mit dem Nutzer Nachrichten und Blogeinträge in verschiedenen Kategorien empfehlen können. Das 2004 gegründete Unternehmen war damit eine der ersten Mitmach-Plattformen und galt lange als eines der heißesten Startups im Silicon Valley. Trotz mehrerer üppiger Finanzierungsrunden verlor Digg in den vergangenen Jahren aber immer mehr an Boden, gegenüber Facebook und Twitter, aber auch dem ähnlich konstruierten Dienst Reddit. Auch eine Überarbeitung des Portals hielt den Negativtrend nicht auf.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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