Internet-Telefonie
China droht mit Skype-Blockade

Droht Skype in China das gleiche Schicksal wie Facebook, Youtube und Twitter? Künftig sollen nur noch die beiden großen Staatsunternehmen Internet-Telefonate anbieten dürfen. Durch das Verbot würden die Behörden zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Doch ist eine Blockade technisch überhaupt möglich?
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HB PEKING. Chinas Behörden wollen Telefondienstleistern wie Skype an den Kragen. Die Ankündigung, Online-Telefonate nur zwei staatlichen Telekommunikationsfirmen zu erlauben und streng gegen andere Anbieter vorzugehen, sorgt in China für Verwirrung und Empörung. Das Reich der Mitte hat mit 450 Millionen Nutzern die weltweit größte Internetgemeinde. Viele fürchten, dass Telefonate über Skype für illegal erklärt werden könnten und ihre Telefonkosten steigen. Auch chinesische Experten äußerten sich kritisch.

In die Diskussion platzte die Ankündigung von Skype, mit einem neuen Programm künftig auch Videoanrufe auf dem iPhone zu ermöglichen. Es war unklar, wie sich eine Kampagne gegen Online- Telefonie in China auf solche Möglichkeiten mit dem Handy auswirken wird. Ähnlich bleibt abzuwarten, wie ernst das zuständige Ministerium für Industrie und Informationstechnologie (MIIT) den selbst erklärten Kampf gegen illegale Online-Telefonate überhaupt meint. Es gibt weder Details noch einen Zeitplan - immerhin aber eine Hotline, wo Verstöße gemeldet werden sollen.

Beobachter spekulieren über die wirtschaftlichen und politischen Motive. In Chinas Staatsmedien hieß es, dass die Aufsichtsbehörden offenbar das Monopol der Staatsunternehmen China Telecom und China Unicom schützen wollten. Nur diese beiden Telekommunikationsfirmen haben eine Lizenz für Online-Telefonie. Beide haben offenbar die Entwicklung verschlafen und experimentieren noch mit solchen Diensten, die in Zukunft ausgeweitet werden sollen.

Skype wird wegen seiner Verschlüsselung allerdings auch gerne von Dissidenten benutzt, um sich der Bewachung durch die Staatssicherheit zu entziehen. In China hat Skype zig-Millionen Nutzer und operiert in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem großen Hongkonger Unternehmen TOM Online, das in Festlandchina mit China Unicom kooperiert.

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  • ...und die westlichen Regierungen sind die Speichellecker der Chinesen. Ueber Ungarn wird sich das Maul zerrissen. Wo bleiben die grossen Sprueche der Luxemburger wenn es um Medien- und Pressefreiheit in China geht???

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