Internetbrowser Opera

Aktionäre stimmen Übernahme zu

Opera ist einer der meistverwendeten Internetbrowser der Welt. Trotzdem schreibt der norwegische Eigentümer rote Zahlen und war auf Käufersuche. Ein chinesisches Konsortium will den Browser übernehmen.
Aktionäre stimmen der Übernahme zu. Quelle: dpa
Opera

Aktionäre stimmen der Übernahme zu.

(Foto: dpa)

OsloDie Aktionäre des Betreibers des Internetbrowsers Opera haben einem Verkauf des Unternehmens an ein chinesisches Konsortium zugestimmt. Das norwegische Unternehmen Opera Software teilte am Mittwoch mit, dass sich mit dem Kaufangebot von umgerechnet 1,1 Milliarden Euro bis zum Dienstagnachmittag genügend Aktionäre einverstanden erklärt hätten. Das Konsortium kam demnach auf 90,6 Prozent der Stammaktien und 90,9 Prozent der Stimmrechte – und erreichte damit die erforderliche 90-Prozent-Marke.

Diese IT-Firmen gibt es auch auf Chinesisch
Google
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Die Zensur in China erstreckt sich nicht nur auf klassische Medien oder regierungskritische Blogs, auch Unternehmen haben mit ihr zu kämpfen. So zum Beispiel die Suchmaschine Google, die sich bereits 2010 aus der Volksrepublik verabschiedete. Auch Googles neuer Mutterkonzern hat mit der Zensur zu kämpfen: Laut Medienberichten ist die Webadresse von Alphabet für Chinesen nicht zu reichen. Der Grund: Sie breche mit Konventionen.

Baidu
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Wer in China also eine Suchmaschine bemühen will, muss auf andere Angebote ausweichen. Zum Beispiel auf Baidu: Der größte chinesischen Internetsuchmaschinen-Betreiber verliert derzeit an Ertragskraft, weil auch in China immer mehr Menschen über das Smartphone im Internet surfen, was wiederum weniger Werbeerlöse einbringt. Baidu plant Milliardeninvestitionen, um neue Dienste wie Kinokartenverkauf, Taxibestellungen oder Restaurantreservierungen zu entwickeln.

Ebay
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Wie Google hat auch das Internet-Plattform Ebay die Volksrepublik verlassen. Allerdings nicht aufgrund staatlicher Zensur, sondern wegen eines Mitbewerbers, der den US-Gigant in die Knie zwang.

Taobao
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Denn in China spielt die Plattform Taobao die Hauptrolle als Internetkaufhaus für Kleinanbieter. Mit ihr der Multimilliardär Jack Ma. Der Alibaba-Chef hatte Taobao als Antwort auf Ebay 2003 entwickeln lassen, drei Jahre später machte Ebay die eigene Seite in China dicht.

Amazon
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Amazon versucht in China Fuss zu fassen und bietet eine eigene Webseite. Doch hat mit starker Konkurrenz zu kämpfen.

Tmall
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Denn mit Handelsplattformen wie Taobao oder Tmall kontrolliert Alibaba-Chef Jack Ma vier Fünftel des Handels im Internet in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Tmall bietet Unternehmenskunden eine Plattform. Im Gegensatz zu Amazon verkauft Alibaba die Waren jedoch nicht selbst, sondern bietet lediglich die Plattform für Händler und Kunden. Neben Alibaba macht auch die Online-Seite JDcom Amazon Konkurrenz.

Paypal
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Die abgespaltene Ebay-Tochter Paypal nutzen indes viele Chinesen. Doch der US-amerikanische Bezahldienst hat in der Volksrepublik einen harten Konkurrenten.

Opera ist der weltweit am fünfthäufigsten genutzte Browser nach Chrome aus dem Hause Google, dem Internet Explorer von Microsoft, Mozilla Firefox und Safari von Apple. Der norwegische Eigentümer schreibt rote Zahlen und hat nie ein Geheimnis aus seiner Suche nach einem Käufer gemacht.

Zu dem Konsortium, das im Februar 10,5 Milliarden Kronen (1,1 Milliarden Euro) für Opera Software bot, gehören neben dem chinesischen Investmentfonds Golden Brick Silk Road unter anderem auch das auf Mobilspiele spezialisierte Unternehmen Beijing Kunlun Tech und die Cybersicherheitsfirma Qihoo 360. Mit dem Geschäft könnte sich Opera also Zugang zum riesigen chinesischen Markt verschaffen. Der Verkauf muss nun allerdings noch von den Kartellbehörden in China und den USA genehmigt werden.

  • afp
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