Internetdienstleister
United Internet erfreut Aktionäre

United Internet wird immer optimistischer fürs laufende Jahr. Der Internetdienstleister hat mehr Verträge abschließen können als erwartet. Und auch im DSL-Geschäft werden Verbesserungen erwartet.
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HB MONTABAUR. Der Internetdienstleister United Internet (UI) wird nach dem dritten Quartal noch zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Beim operativen Gewinn (EBIT/EBITDA) rechnet Unternehmenschef Ralph Dommermuth nun mit einem Anstieg um je acht Prozent. Das Unternehmen legte am Dienstagabend überraschend vorläufige Zahlen vor. Bereits im Sommer hatte die im TecDax-notierte Gesellschaft ihre Prognose angehoben. Der Neun-Monatsbericht soll am 12. November veröffentlicht werden.

Im vierten Quartal rechnet der Internetdienstleister, der für Marken wie 1&1, GMX und Web.de bekannt ist, mit mehr Verträgen in den Sparten "Information Management" und "Webhosting". Insgesamt sei die Zahl der Verträge zwischen Juli und Ende September um 120 000 auf 9,17 Mio. gestiegen. Wichtigster Bereich ist das Webhosting-Geschäft mit einer Kundenzahl von 4,05 (Ende Juni: 3,96) Millionen.

Im prestigeträchtigen DSL-Geschäft dürfte sich die Lage bis Jahresende weiter verbessern, auch wenn United Internet bis Ende 2009 noch weitere Kunden verlieren dürfte. Im dritten Quartal sank die Zahl der DSL-Verträge um 30 000 auf 3,44 Millionen. United Internet hatte im Mai rund 700 000 DSL-Kunden von Freenet übernommen, die bereits in den Zahlen enthalten sind. Diese sollen bis Ende des Jahres auch technisch zu United Internet wechseln.

Die Aktie legte am Mittwoch im vorbörslichen Handel 3,7 Prozent auf 9,25 Euro zu. Ein Händler bezeichnete die Quartalszahlen als solide und den Ausblick als "ermutigend". Im abgelaufenen Quartal steigerte United Internet seinen Umsatz um 4,4 Prozent auf 409,1 Mio. Euro. Die Vorjahreszahlen wurden dabei um das verkaufte Display-Marketing-Geschäft der Tochter Adlink bereinigt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen legte ebenfalls bereinigt um 21,5 Prozent auf 95,4 Mio. Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte um 26,0 Prozent auf 82,0 Mio. Euro. Unterm Strich stieg der Gewinn vor allem wegen des Verkauf der direkt gehaltenen Freenet-Aktien noch stärker zu. Das unbereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) kletterte von minus 45 im Vorjahr auf plus 43 Cent.

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