Internetdienstleister
United Internet marschiert voran

Nach einem Rekordjahr rechnet der Internetdienstleister United Internet für 2006 abermals mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisschub.

dpa FRANKFURT. Umsatz und Gewinn vor Steuern sollen jeweils um rund 50 Prozent zulegen, wie der Unternehmenschef und Gründer der United Internet AG (Montabaur), Ralph Dommermuth, am Freitag in Frankfurt bei der Bilanzvorlage sagte.

United Internet ist nach T-Online der zweitgrößte Anbieter von DSL-Anschlüssen in Deutschland. 2005 hatten die Westerwälder in dem umkämpften DSL-Markt ein Plus von 68 Prozent auf 1,76 Mill. Verträge verzeichnet. T-Online gewann 1,5 Mill. neue DSL-Kunden. Rund 58 Prozent der neu geschalteten Anschlüsse der Telekom-Infrastruktur, auf die auch United Internet angewiesen ist, entfielen aber noch auf T-Online. Die Marktführerschaft auf dem DSL-Markt strebe United Internet nicht an, sagte Dommermuth. „Das überlasse ich gerne der Telekom“. Schon die Nummer zwei zu bleiben, sei anstrengend. Für 2006 rechnete der Unternehmenschef mit 600 000 neuen DSL-Kunden.

2005 hatte United Internet den Überschuss um 69 Prozent auf 57,1 Mill. Euro gesteigert. Der Umsatz des Konzerns, zu dem auch die Marken Web.de, 1 & 1 sowie GMX gehören, kletterte um 57 Prozent auf rund 801 Mill. Euro. Der Vorsteuergewinn nahm um 44 Prozent auf 101 Mill. Euro zu. Dommermuth sagte, für 2006 peile er einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro an. Zur erwarteten Ertragssteigerung sollen vor allem die Geschäfte jenseits des DSL-Marktes beitragen. Als Beispiele nannte Dommermuth das Webhosting (Verwaltung von Internet-Präsenzen), das sich vor allem auch im Ausland gut entwickele.

„2006 wollen wir die Anzahl unserer Kundenverträge auf über sechs Mill. steigern“, erklärte Dommermuth. Im vergangenen Jahr hatte das im TecDax notierte Unternehmen hier ein Plus von 45 Prozent auf mehr als fünf Mill. verzeichnet. Diese Entwicklung war aber auch bedingt durch die Übernahme des Internet-Portals des Karlsruher Anbieters Web.de im Herbst. Die Aktien von United Internet zogen nach Bekanntgabe der Zahlen am Freitag um 2,94 Prozent auf 48,99 Euro an.

Zum Jahreswechsel will Dommermuth den Kunden auch Vdsl anbieten, das noch schneller als DSL ist und Datengeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde ermöglicht. Dafür müssen die Rheinland-Pfälzer allerdings mit der Telekom Verträge abschließen. United Internet hat keine eigene DSL-Infrastruktur, sondern kauft die Anschlüsse von der Telekom, um sie dann unter eigenem Namen weiter zu vermarkten. Er sei „guter Dinge“, dass man sich in den Gesprächen über Vdsl mit der Telekom annähern werde, meinte der Firmenchef.

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