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Viel Geld für Online-Händler Brands4friends

Der Private Sale GmbH, Betreiber des Online-Shops Brands4friends, bekommt eine kräftige Finanzspritze: Der Betreiber des Online-Shops Brands4friends, bekommt eine kräftige Finanzspritze. Das Berliner Unternehmen sammelte in seiner dritten Finanzierungsrunde zehn Mio. Euro frisches Kapital ein, wie das Handelsblatt erfuhr.

DÜSSELDORF. Der Private Sale GmBH, Betreiber des Online-Shops Brands4friends, bekommt eine kräftige Finanzspritze. Das Berliner Unternehmen sammelte in seiner dritten Finanzierungsrunde zehn Mio. Euro frisches Kapital ein, wie das Handelsblatt erfuhr. Hauptinvestor ist die amerikanische Private-Equity-Gesellschaft Partech International, auch die bisherigen Investoren beteiligen sich. Ob sich dadurch die Verteilung der Anteile am Unternehmen verschiebt, wollte Private Sale nicht öffentlich machen. Zu den Geldgebern zählen unter anderem Mangrove Capital (bisher 20 Prozent) und Holtzbrinck Ventures (13,4 Prozent) das wie das Handelsblatt zur Stuttgarter Verlagsgruppe Holtzbrinck gehört. Partech war bisher nicht investiert. "Die Finanzierungsrunde stieß bereits im Vorfeld auf sehr großes Interesse bei zahlreichen Investoren", behauptet Vorstandschef Christian Heitmeyer.

Brands4friends gilt als sehr erfolgreich und wird 2008, seinem ersten vollständigen Geschäftsjahr, zwischen 25 Mio. und 30 Mio. Euro umsetzen. Das Geschäftsprinzip entspricht einer Mischung aus Outlet und Bücherclub: Nur angemeldete Mitglieder können preisreduzierte Waren bekannter Marken kaufen. Großes Vorbild ist das französische Vente-Privée, das 2007 schon über 350 Mio. Euro Umsatz erzielte.

Philippe Collombel, Managing Partner von Partech bescheinigt den Berlinern "beeindruckende" Ergebnisse" und "Potenzial für ein hochprofitables, skalierbares und internationales Geschäftsmodell". International ist Brands4friends derzeit noch nicht vertreten.

Ohne Risiko ist die Geschäftsidee nicht. Das bekam Brands4friends erst kürzlich zu spüren: Die US-Kultmarke Abercrombie & Fitch erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen das deutsche Start-up. Das behauptete Abercrombie-Produkte, die in Deutschland nicht erhältlich sind, zu verkaufen - war aber Fälschungen aufgesessen. Der Streit wurde außergerichtlich beigelegt.

Thomas Knüwer
Thomas Knüwer
Handelsblatt / Reporter
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