Internetkonzern verspricht allen Mitarbeitern Abfindungen
Yahoo versucht Übernahme zu verteuern

Im Übernahmekampf mit Microsoft hat der Internetkonzern Yahoo allen Mitarbeitern für den Fall einer Entlassung Abfindungen versprochen. Diese Ankündigung ist Teil der Strategie zur Abwehr des Softwareriesen.

HB SUNNYVALE. Die Beschäftigten sollen damit angesichts der ungewissen Aussichten im Unternehmen gehalten werden, teilte Yahoo am Dienstagabend mit. Zugleich könnte dies eine Übernahme für Microsoft deutlich verteuern.

Bei Fusionen und Übernahmen sind solche Entschädigungen für das erweiterte Management durchaus üblich. Pauschale Zusagen für die komplette Belegschaft gelten hingegen als ungewöhnlich. Yahoo beschäftigt weltweit rund 14 300 Mitarbeiter, baut aber gerade etwa 1 000 Stellen wegen eines erneuten Gewinneinbruchs ab.

Microsoft rechnet nach einer Übernahme mit Einsparungen von rund einer Milliarde Dollar. Der Konzern ließ aber bisher offen, ob diese auch durch Stellenstreichungen erreicht werden sollen. Mit dem Kauf von Yahoo will der weltgrößte Softwarekonzern die Übermacht von Google bei der Online-Suche brechen. Yahoo lehnt das Angebot von ursprünglich knapp 45 Mrd. Dollar (30 Mrd. Euro) bisher als zu niedrig ab.

Alle Vollzeitmitarbeiter von Yahoo! sollen den Abfindungsplänen zufolge bei einer Entlassung binnen zwei Jahren nach einer Übernahme grundsätzlich Anspruch auf Abfindungen sowie Zusatzleistungen haben. Die Summe variiert je Mitarbeiter. Allein die Abfindung kann bis zu zwei Jahresgehälter betragen.

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