Internetplattform zieht es in die Offline-Welt
Ebay versteigert jetzt Radiowerbung

Keinen Fuß breit an den Gegner: Nachdem Google mit dem Verkauf von Radio- und TV-Werbung begonnen hat, zieht Ebay postwendend nach.

pos DÜSSELDORF. Die Internetplattform Ebay beginnt mit der Versteigerung von Werbeminuten bei über 2300 amerikanischen Lokalsendern. Es ist der bislang jüngste Schritt, um das konsequente Vordringen des Webgiganten Google in ureigenste Bereiche von Ebay abzublocken und das Geschäft aus dem Internet hinaus in die Offline-Welt zauszudehnen. Google hatte im April angekündigt, für die fast 700 Sender der Clear Channel Gruppe Werbung online zu versteigern. Sogar einen eigene Auktionsplattform für die Produktion von Radiospots hat Google aufgebaut. Hier können Werbekunden Aufträge für Sprecher, Texter oder Tonstudios ausschreiben.

Ebay hat sich jetzt mit dem Webunternehmen Bid4spots.com zusammengetan, das seit fast zwei Jahren Rest-Werbezeiten von Radiosendern versteigert. Auch Bid4spots spürt den kalten Hauch Googles im Nacken, seit die Suchmaschine Anfang 2006 dMarc Broadcasting übernommen hat, den größten Konkurrenten von Bid4spots. Googles erklärtes Ziel ist es, seine erfolgreiche Internetplattform auf Suchwort-Anzeigen so viele Werbeträger wie möglich auszuweiten. Der rund 20 Milliarden Dollar schwere US-Markt für Radiowerbung ist da besonders interessant, weil Radiospots einfach und billig zu produzieren sind. Sie gelten als ideale Ergänzung zu Online-Textanzeigen für kleine und mittlere Unternehmen, die einen großen Teil der Google-Werbekunden darstellen.

Aber längst nicht alle Radiosender sind begeistert vom Zweikampf der Internetgiganten. Sie, wie auch TV-Sender und Kabelgesellschaften, befürchten einen Preisverfall bei den Werbezeiten durch die Auktionen. So sind frühere Projekte sowohl von Google als auch Ebay, Werbezeiten auf TV-Sender n oder in Zeitungen zu verkaufen, bislang am hinhaltenden Widerstand der Medienkonzerne gescheitert.

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