Internetportale
Holtzbrinck stellt zoomer.de ein

Der erste Geburtstag ist auch gleich der letzte: Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck stellt das Online-Nachrichtenportal zoomer.de ein.

HB BERLIN. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck ("Die Zeit", "Der Tagesspiegel") stellt das Online-Nachrichtenportal zoomer.de Ende Februar nach einem Jahr ein. Als Grund nannte das Unternehmen am Montag die schwierige Lage der Medien in Deutschland. Der Druck auf die Anzeigenmärkte stelle auf absehbare Zeit die ökonomischen Erfolgsaussichten des Projekts in Frage. Das Portal war 2008 gestartet worden, um jüngere Leser zu erreichen. Dabei werden die Nutzer in die Themenauswahl des Portals einbezogen. Betroffen seien etwa sieben Mitarbeiter, für die nun ein Sozialplan vorbereitet wird.

Die geplante Integration von zoomer.de in Zeit.Online und tagesspiegel.de werde nicht mehr angestrebt, hieß es weiter. "Bei der aktuellen Medienkrise, die sich wahrscheinlich im Jahr 2009 verschärfen wird, war ein ökonomischer Durchbruch einfach nicht mehr darstellbar", sagte Geschäftsführer Peter Neumann.

Die hohen Marketingkosten seien für die Einführung einer neuen Marke im Internet erheblich. "Ein neues Portal, das ohne Marke und ohne externe Unterstützung startet, kann nicht schon nach acht Monaten auf eigenen Füßen stehen und völlig ohne Marketing erfolgreich sein", sagte Neumann dem Branchendienst Kress.de. In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass der Chefredakteur von zoomer.de, Frank Syré, im März auf die neu geschaffene Position des stellvertretenden Chefredakteurs von Bild.de wechselt.

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