Internetportale
Neue „Bild“ will online zum Spiegel aufholen

Das Webportal Bild.T-Online will massiv investieren und den Marktführer Spiegel Online angreifen. Doch neben den Informationsportalen machen inzwischen auch Nachrichten-Suchdienste den klassischen Medien Konkurrenz. Die haben immer noch Probleme, ihre Marken im Web zu etablieren.

DÜSSELDORF. Das Webportal Bild.T-Online plant für den Herbst einen massiven Umbau und Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Dies erklärte Philipp Welte, neuer Geschäftsführer der Axel Springer News GmbH. Bild.T-Online ist ein Joint Venture von Springer und der Deutschen Telekom, das sich selbst als „Deutschlands größtes Nachrichten- und Entertainmentportal “ bezeichnet.

Welte, zugleich Vorstandsvorsitzender von Bild.T-Online, will die Online-Ausgabe der Boulevardzeitung fit machen für zunehmende Konkurrenz durch neuartige Nachrichtenportale wie Google News. Zum anderen soll der Marktführer im deutschen Nachrichtensegment, Spiegel Online, abgelöst werden.

Später sollen Bild-Regionalausgaben folgen, um besser auf lokale, städtebezogene Kontaktnetzwerke reagieren zu können, wie sie mittelständische Verlage wie M. DuMont Schauberg (Express) aufbauen.

Bild.T-Online sieht sich als klassische, News- und Unterhaltungs-getriebene Startseite ins Internet. Dieser Ansatz gilt mittlerweile aber schon als ein Überbleibsel des „alten“ Internets, wie längst auch Webpionier Yahoo leidvoll erfahren musste. Das weltgrößte Internetportal verliert nicht nur an Google im Suchmarkt, sondern auch Nutzer an Profil- und Communityseiten wie Myspace, Youtube oder Facebook, die für immer mehr Menschen zum Startpunkt ins Internet werden.

Gleichzeitig schießen Dienste aus dem Boden, die Nachrichten im Web sammeln und den Nutzern gebündelt und vollständig individualisiert zur Verfügung stellen.

Michael Hack, Vice President Europa beim norwegischen Suchtechnologie-Spezialisten Fast, warnt, dass sich Medienkonzerne gegen solche Sammeldienste zur Wehr setzen müssten, um zu überleben. Hack: „Das ist reine Fleiß- und Sammelarbeit. Google etwa wird zum Medienunternehmen – mit den Inhalten der anderen. Die Onlinemedien müssen die Hoheit über ihre journalistischen Inhalte zurückerlangen.“

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