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Investitionen: Unternehmen werden bei IT-Ausgaben wählerischer

Das Ergebnis ist eindeutig. Die IT-Ausgaben der Unternehmen werden im laufenden Jahr im Durchschnitt um 1,2 Prozent steigen, nachdem 2009 kräftig gespart wurde. Das zeigt die Studie „Was bewegt die IT-Entscheider 2010“ von Handelsblatt und der Unternehmer-Beratung Droege & Comp., die auf der Computermesse Cebit in Hannover vorgestellt wurde.

Der Versicherungskonzern Allianz will die Ausgaben für IT-Investitionen weiter senken. Quelle: dpa
Der Versicherungskonzern Allianz will die Ausgaben für IT-Investitionen weiter senken. Quelle: dpa

HANNOVER. „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Unternehmen trotz des anhaltenden Spardrucks wieder investieren. Bisher haben viele Studien eher sinkende IT-Ausgaben signalisiert“, sagt Torsten Frankenberger, Geschäftsführender Partner von Droege & Comp. Allerdings entwickeln sich die Budgets im einzelnen sehr unterschiedlich. So gibt es Unternehmen, deren IT-Ausgaben trotz der Krise im laufenden Jahr um zwölf Prozentpunkte über dem Budget des noch recht gesunden Jahres 2008 liegen wird. Andere dagegen planen mit 82 Prozent der Ausgaben, erreichen also trotz wieder steigender Ausgaben noch nicht das Niveau von 2008.

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„Nach einem Rückgang der IT-Kosten um etwa sechs Prozent von 2008 zu 2009 planen wir für 2010 wieder einen moderaten Anstieg, ohne aber die Werte von 2008 voll zu erreichen“, beschreibt Roland Krieg, IT-Chef von Fraport, die Strategie des Flughafensbetreibers. Auch der Autokonzern Daimler bleibt vorsichtig. „Das um rund 20 Prozent abgesenkte Budget aus dem vergangenen Jahr ist unsere Planungsgrundlage für 2010“, sagt Michael Gorriz, CIO des Unternehmens. Es gelte die Maxime, mit weniger mehr zu erreichen. Der Versicherungsriese Allianz wiederum plant sogar mit schrumpfenden Ausgaben. „Unser IT-Kostenansatz sinkt auch in diesem Jahr weiter“, macht Ralf Schneider, der CIO der Allianz Deutschland AG, deutlich.

Damit ist klar: Trotz der im Schnitt steigenden Budgets werden die Unternehmen die Mittel noch selektiver als in früheren Jahren verteilen. „Wir beobachten, dass Kunden ihre IT-Investitionen stärker denn je nach ihren Geschäftsprioritäten ausrichten. Diese haben unterschiedliche Innovationsgeschwindigkeiten“, sagt Michael Kleinemeier, Geschäftsführer von SAP Deutschland.

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