iPhone-Hersteller
Trump kündigt „große, große, große“ Apple-Fabriken an

Kein Geringerer als der US-Präsident Donald Trump will aus erster Hand erfahren haben, dass Apple in den USA gleich drei neue Fabriken bauen will. Das habe ihm Konzernchef Tim Cook verraten, verkündete Trump.
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New YorkApple-Chef Tim Cook setzt nach Darstellung von Präsident Donald Trump verstärkt auf die USA als Produktionsstandort. Er habe mit dem Manager gesprochen, sagte Trump in einem am Dienstag veröffentlichten Interview des „Wall Street Journal“. „Er hat mir drei große Fabriken versprochen – groß, groß, groß.“ Der Präsident machte keine Angaben dazu, wann diese „wunderschönen“ Fabriken gebaut werden könnten oder was sie herstellen sollen.

Der iPhone-Konzern war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Trump verlangt von US-Konzernen, wieder verstärkt in ihrer Heimat zu produzieren und will so die Industrie beleben und Arbeitsplätze schaffen.

Apples iPhones und andere Geräte werden – wie die weitaus meiste Elektronik – vor allem in China hergestellt. In Asien befinden sich weite Teile der Zuliefererkette und auch große Reserven günstiger und qualifizierter Arbeitskräfte. Deswegen gilt es in der Branche als unwahrscheinlich, dass Smartphones effizient in den USA produziert werden können.

Apple hat bereits ein Werk in den USA: Der Konzern siedelte in Texas 2013 die Produktion seines Computers Mac Pro an. Die Geräte sind für Kreativ-Profis gedacht, die zum Beispiel viel Rechenleistung für Videoschnitt oder Bildbearbeitung brauchen. Die Pro-Macs sind teuer und werden in kleinen Stückzahlen gebaut. Zumal das Modell seit 2013 nicht mehr aktualisiert wurde: Apple hatte sich mit der Design-Entscheidung, auf zwei mittelstarke Grafikkarten zu setzen, in eine Sackgasse manövriert und kündigte vor kurzem die Entwicklung eines komplett neuen Modells an. Wo das gebaut wird, ist unbekannt.

Seine iPhones lässt der Konzern lokal nur in Ländern bauen, wo es ansonsten Verkaufsbeschränkungen gäbe. So wurde mit dem asiatischen Produktionspartner Foxconn eine Fertigung in Brasilien aufgesetzt, um einem Einfuhrzoll von 30 Prozent zu entgehen. Und in Indien soll es eine Voraussetzung für die Eröffnung von Apple Stores gewesen sein. Apples einzige verbliebene eigene Fabrik befindet sich im irischen Cork und stellt iMac-Computer her.

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Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Normalerweise haben es die CEO von großen Konzernen nicht so gerne, wenn jemand anderes für sie etwas ankündigt. Wer weiß, vielleicht präsentiert der Donald demnächst das nächste iPhone? Hüstel.

  • Shops ... große, wirklich große Shops ... nicht Fabriken. Das hat er falsch verstanden.

  • Wahrscheinlich die nächste Ente. Wer seine Wähler schon derart oft verarscht hat, wird munter weitermachen mit dem Rausposauen von halbwahrem, volksverdummendem Quatsch.

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