iPhone-Nachfrage: Apple drosselt offenbar die Produktion

iPhone-Nachfrage
Apple drosselt offenbar die Produktion

Schwächelt die Nachfrage nach dem iPhone? Berichte, dass Apple seine Smartphone-Produktion zurückfährt, schreckt die Märkte auf. Auch die Aktien der Zulieferer in Europa und Asien geraten nun stark unter Druck.

Tokio/FrankfurtApple will einem Medienbericht zufolge die Produktion seiner beiden iPhone-Modelle 6S und 6S Plus reduzieren. Von Januar bis März sollen von den neuesten Geräten 30 Prozent weniger hergestellt werden, wie die Zeitung „Nikkei“ am Dienstag berichtete. Von April bis Juni solle die Produktion wieder auf das normale Maß hochgefahren werden.

Bei Apple war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. An der US-Technologiebörse Nasdaq gab die Apple-Aktie im Handelsverlauf in einem kaum veränderten Marktumfeld mehr als zwei Prozent nach. Seit dem Rekordhoch im April hat die Aktie rund ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Analysten gehen davon aus, dass Apple die Produktion wegen einer geringeren Nachfrage senkt.

Bereits im Dezember hatte ein Analystenkommentar für Aufsehen gesorgt. Nach Berechnungen der US-Bank Morgan Stanley dürfte 2016 erstmals seit der Einführung des iPhone der Absatz mit dem Smartphone sinken. Die Analystin Katy Huberty nahm ihre Prognose für das Fiskaljahr von 247 auf 218 Millionen zurück.

Aus Furcht vor einem schwächelnden Geschäft mit dem wichtigen Kunden Apple haben sich Anleger am Mittwoch ebenfalls aus zahlreichen Elektronikwerten zurückgezogen. Aktien des deutschen Chip-Designers Dialog Semiconductor rutschten im Geschäft des Brokerhauses Lang & Schwarz 2,1 Prozent ins Minus und waren damit Schlusslicht im TecDax. Die asiatischen Apple-Zulieferer Largan, Catcher, Taiwan Semiconductor, Zhen Ding, Radiant, Alps, Nidex, Japan Display, Ibiden, Murata, TDK, AAC, Quanta, ASE und TPK büßten bis zu 9,5 Prozent ein.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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