iPhone-Produktion: Apple startet die Mission Indien

iPhone-Produktion
Apple startet die Mission Indien

Apple-Chef Tim Cook sieht im Subkontinent den wichtigsten Zukunftsmarkt. Eine eigene iPhone-Produktion soll helfen, den dortigen Smartphone-Boom voll auszunutzen. Denn noch hängt Apple deutlich hinter Samsung hinterher.
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BangkokBei seinem jüngsten Indien-Besuch überraschte Apple-Chef Tim Cook seine Gastgeber: Eingehüllt in einen Seidenschal und mit einem Segenszeichen auf der Stirn, betete der Manager in einem Tempel vor Ganesha. Hindus schätzen den Elefantengott für seine Fähigkeit, Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

Der Stopp zwischen Terminen mit Wirtschaftsbossen und dem indischen Regierungschef Narendra Modi hat seine Wirkung nicht verfehlt. Apple hat auf dem indischen Markt nun eine wichtige Hürde genommen. Wie der IT-Minister des indischen Bundesstaates Karnataka diese Woche verkündete, werden die Amerikaner künftig im IT-Hub Bangalore produzieren. „Apple wird hier seine Telefone zusammensetzen“, sagte Priyank Kharge.

Die Verhandlungen zwischen Apple und den indischen Behörden laufen bereits seit Monaten. Komplett steht der Deal wohl immer noch nicht: Apple verwies lediglich auf ein Statement von vergangener Woche. „Wir begrüßen den konstruktiven und offenen Dialog mit der Regierung über den weiteren Ausbau unseres Geschäfts”, heißt es darin. Indische Offizielle sagten jedoch, eine Unterzeichnung sei praktisch nur noch Formsache. Demnach soll die iPhone-Produktion des Apple-Zulieferers Wistron bereits in wenigen Monaten beginnen. Es wäre ein großer Schritt für Apple – und für Indien.

Der Subkontinent wird für Apple und seine Konkurrenten immer wichtiger. Erst 300 Millionen von rund 1,3 Milliarden Indern besitzen ein Smartphone. Die Verkaufszahlen auf dem Subkontinent stiegen im vergangenen laut dem Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research um 18 Prozent. Global gesehen erlebte die Branche nur noch einen Zuwachs von rund drei Prozent. Erst diese Woche sagte Apple-Chef Cook in einem Gespräch mit Analysten: „Wir werden signifikant in Indien investieren, es ist ein großartiger Ort.”

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