IPO-Zeitplan weiter offen
Siltronic sieht noch Rot

Der Halbleiter-Zulieferer Siltronic schreibt trotz des Aufschwungs in der Chipindustrie noch rote Zahlen. Der im März geplatzte Börsengang soll jedoch weiterhin nachgeholt werden. Bleibt nur die Frage nach dem Zeitpunkt.

HB MÜNCHEN. Im zweiten Quartal 2004 konnte der weltweit drittgrößte Produzent von Siliziumscheiben (Wafer) für die Chipindustrie dank höherer Preise, eines verbesserten Produktmixes und Kostenreduzierungen den operativen Verlust deutlich verringern. „Die Siltronic Gruppe rechnet für das Gesamtjahr 2004 weiterhin mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr“, sagte Siltronic-Chef Wilhelm Sittenthaler am Mittwoch in München. Der Konzern werde auf Quartalsbasis den Eintritt in die Gewinnzone schaffen. Sittenthaler ließ aber offen, ob dies bereits im laufenden Quartal gelingen wird.

Für die Halbleiterbranche und damit die Zulieferer gab sich der Vorstandschef optimistisch. Auch 2005 rechne er noch mit einem ein-, womöglich sogar zweistelligen Branchenwachstum. „Die Marktlage wird derzeit von Experten als stabil und robust eingeschätzt.“ Anzeichen für eine Überhitzung gebe es nicht. Er erwarte für die nächsten Monate weiter steigende Wafer-Preise. Im dritten Quartal sei ein hohes prozentual einstelliges, womöglich sogar zweistelliges Stückzahlplus möglich.

Siltronic, eine Tochter des Wacker-Chemie-Konzerns, hatte wegen mangelnder Zeichnungsbereitschaft der Investoren Ende März in letzter Sekunde den geplanten Börsengang (IPO) abgesagt. Ursprünglich hatten die Münchener bis zu 1,1 Mrd. € erlösen wollen, um ihre Schulden zu reduzieren und die weitere Expansion zu finanzieren. Seither liegen die Pläne auf Eis. „Wir wollen und werden dieses IPO machen“, bekräftigte Sittenthaler nun. Die Märkte seien aber noch zu schwankungsanfällig.

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