iPod-Konkurrent
Apple hat Microsoft überrollt

Erst Kin, jetzt auch noch Zune. Nach dem Aus für Microsofts eigenes Smartphone Kin, stellt der Softwareriese nun auch noch den iPod-Konkurrenten Zune ein. Microsoft streckt vor der Apple die Waffen - fürs Erste.
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New YorkMicrosofts iPod-Konkurrent Zune ist offiziell am Ende. Eine Notiz auf den Service-Seiten des Windows-Konzerns bestätigt knapp, dass der Musikplayer nicht mehr produziert wird. Zuvor hatte das kurzfristige Verschwinden des Geräts von der amerikanischen Zune-Website am Montag eine Welle von Berichten über dessen endgültiges Ableben ausgelöst.

Später tauchte der Zune HD zwar wieder auf der Website auf. Eine neue Chance bekommt er aber nicht. Die Musik- und Videostrategie fokussiere sich wie angekündigt auf das Smartphone-Betriebssystem Windows Phone, hieß es auf der Microsoft-Serviceseite. „Wir werden die Zune-Player nicht mehr produzieren.“ Microsoft hatte den Zune 2006 gestartet, konnte damit gegen Apples iPod-Player und iPhones aber nur wenig ausrichten. Nach Europa kamen die Geräte gar nicht erst.

Zune ist damit die zweite empfindliche Pleite, die Microsoft im Hardware-Bereich verkraften muss. Bereits im Juli vergangenen Jahres hatte Microsoft sein Smartphone Kin eingestellt - zwei Monate nach Verkaufsstart. Mit dem von Sharp produzierten Kin hatte Microsoft erstmals die Hardware eines Handys selbst in die Hand genommen. Die Smartphones mit ihrer Anbindung an soziale Netzwerke sollten vor allem junge Leute ansprechen.

Doch die Rechnung ging offenbar nicht auf. Für Branchenexperten lag das vor allem daran, dass das Kin anderen Smartphones sowohl technisch deutlich unterlegen gewesen sein soll. Für Microsoft war das Ende des Kin ein Debakel. Schließlich waren Jahre und Millionen von Dollar für die Entwicklung des einst Project Pink getauften Smartphones vergeblich investiert worden.

Nun also auch noch Zune. Wobei auch Apple zu spüren, dass Smartphones den spezialisierten Multimedia-Playern immer mehr den Rang ablaufen - während das iPhone boomt, gehen die iPod-Verkaufszahlen zurück. Laut Medienberichten könnte das älteste Modell iPod classic, das sich in den vergangenen zehn Jahren nur wenig verändert hat, vor dem Aus stehen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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