iPod-Verkäufe über Erwartungen
Apple befriedigt Börse trotz Rekordzahlen nicht

Dank des iPod schreibt Apple momentan eine wahre Erfolgsgeschichte. Aufgrund starker Verkäufe des Musikspielers konnte der US-Computerhersteller seinen Gewinn fast verdoppeln. Auch beim Umsatz wurde der höchste Wert in der Firmengeschichte erreicht. Die Börse ist dennoch nicht zufrieden.

HB SAN FRANCISCO. Für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2005/06, das am 31. Dezember 2005 endete, gab der Konzern am Mittwoch nach Börsenschluss einen Nettogewinn von 565 Mill. Dollar oder 65 Cent je Aktie bekannt. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn lediglich bei 295 Mill. Dollar oder 35 Cent je Aktie. Der Umsatz lag 64 Prozent höher bei 5,75 Mrd. Dollar.

Apple-Konzernchef Steve Jobs sprach vom besten Quartal der Firmengeschichte. Ein Grund für das gute Geschäft war der Absatzerfolg mit den iPod-Playern. Apple sei nun bereit, die neuen Mac-Modelle mit Intel-Chips fünf bis sechs Monaten früher als geplant auszuliefern. Apple stellt seine Rechner auf Intel-Chips um. Das Unternehmen arbeite an „weiteren wunderbaren Produkten“, betonte Firmenchef Steve Jobs.

Apple steigerte den iPod-Absatz in der Berichtszeit gegenüber dem ersten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres um 207 Prozent auf 14 Millionen Stück und den Verkauf von Mac-Computern um 20 Prozent auf 1,25 Millionen Stück. Die Zahl der verkauften Rechner lag damit allerdings unter den Erwartungen einiger Analysten.

Für das laufende zweite Quartal rechnet Apple mit einem Rückgang ihrer Macintosh-PC, weil die bisher mit IBM-Prozessoren bestückten Geräte auslaufen und künftig mit Intel-Chips bestückt werden. Bis zum Ende des Jahres soll der Übergang abgeschlossen sein. Deshalb werde der Gewinn je Aktie für das zweite Quartal bei 0,38 Dollar je Aktie liegen, einschließlich 0,04 Dollar für aktienbasierte Kompensationszahlungen. Analysten waren bislang von von 0,48 Dollar ausgegangen.

Finanzchef Peter Oppenheimer erwartet im laufenden zweiten Quartal zudem nur einen Umsatz in Höhe von 4,3 Mrd. Dollar. Nach Angaben von COO Timothy Cook ist es außerdem möglich, dass Apple die Nachfrage nach dem im Februar erscheinenden Laptop MacBook Pro mit Intel-Prozessor eventuell nicht befriedigen kann. Dieser eher vorsichtige Ausblick für die Monate Januar bis März enttäuschte den Markt. Die Apple-Aktien fielen nachbörslich um 3,9 Prozent auf 79,27 Dollar.

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