IT-Branche
HP will eigene Software durch Übernahme stärken

Die Nummer zwei unter den IT-Konzernen weltweit, Hewlett-Packard aus Palo Alto, hat angekündigt, das Softwarehaus Mercury Interactive aus dem benachbarten Mountain View übernehmen zu wollen. Ziel des Deals: Die HP-Software Openview soll zu einem noch potenteren Managementsystem ausgebaut werden.

ruk MÜNCHEN. HP bietet pro Aktie 52 Dollar, was einem Premiumbonus von 33 Prozent über dem derzeitigen Kurs der Mercury-Aktie von 39 Dollar entspricht. Das Volumen der Akquisition liegt nach Angaben von HP bei 4,5 Milliarden Dollar.

Mercury Interactive ist ein Spezialist für Software zur die Optimierung von IT-gestützten Geschäftsprozessen. Diese soll mit dem Managementsystem Openview von HP kombiniert und dieses dadurch gestärkt werden. Openview liegt am Markt in einem verschärften Wettbewerb vergleichbaren Produkten von IBM-Tivoli, Computer Associates und BMC. Mit Hilfe dieser Softwarepakete werden komplexe IT-Systeme in Unternehmen gesteuert. In diesem Marktsegment ist in den vergangenen Monaten eine verstärktes Engagement der Anbieter und ein damit verbundener verschärfter Wettbewerb zu beobachten.

Der geplante Kauf ist der erste große Deal seit der Übernahme von Compaq im Jahre 2001 durch die frühere HP-Chefin Carly Fiorina und die erste Akquisition durch den neuen HP-Chef Mark Hurd. Die Übernahme soll noch im vierten Quartal abgeschlossen werden. Damit soll dann nach Angaben von HP der jährliche Software-Umsatz zwei Milliarden übersteigen.

Mercury Interactive steht nach dem Aktienmanipulationsskandal im vergangenen Jahr unter scharfer Überprüfung durch die US-Börsenaufsicht. Vor diesem Hintergrund musste der früher Chef Amnon Landan zurücktreten. Das Unternehmen wird derzeit von Tony Zingale geführt. HP-Chef Hurd ist überzeugt, dass diese Probleme im Rahmen der Übername gelöst werden können.

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