IT-Branche
iPorn fürs iPhone

Lange hat sich Apple geziert, jetzt gibt es doch grünes Licht - für nackte Inhalte auf dem iPhone. Ab sofort dürfen auch die letzten Hüllen fallen. Der erste Anbieter von Nacktbildern ist bereits am Start. Für die Pornobranche dürfte es der Durchbruch ins mobile Zeitalter sein.

HB DÜSSELDORF. Jetzt fallen auf dem iPhone die letzten Hüllen. Apple hat seinen restriktiven Kurs gegen pornographische Inhalte auf dem begehrten Smartphone aufgeben. Bislang durften über den iTunes nur "züchtige" Applications verkauft werden. Soll heißen: nur Bilder von zumindest mit Bikini, Slip oder Shirt bekleideten Pin-up-Girls. Damit ist es ab sofort vorbei.

Der Anbieter von Zusatzprogrammen, sogenannten Apps, mit dem vielsagenden Titel "Hottest Girls" verkündete auf Macenstein.com: "Wir haben heute die ersten Nacktbilder hochgeladen. Das ist das erste App mit Nacktinhalten", sagte Hottest-Girls-Entwickler Allen Leung. Und Leung hält Wort. Wer die 1,59 Euro für den Zugang zu Hottest Girls ausgibt und dann auf den unscheinbaren Button Update klickt, bekommt die ersten Nacktmodells auf dem iPhone zu Gesicht.

Wirklich pornographisch sind die dort gezeigten Bilder aus europäischer Sicht wohl eher nicht - aber für Amerikaner ist ein unverhüllter Busen schon ein starkes Stück und klar jenseits des für Teenager noch zuträglichen Geschmacks. Mal ganz abgesehen davon, dass es wohl bei den nackten Models nicht bleiben durfte. Jetzt sind Tür und Tor geöffnet.

Das liegt laut verschiedenen IT-Blogs vor allem am iPhone 3G, oder besser gesagt, an dessen verbesserter Software. Denn mit dieser können mit Altersbeschränkungen versehene Apps fürs iPhone gesperrt werden. Eltern könnten zum Beispiel auf dem iPhone des Filius alle Applications mit einer Altersbeschränkung ab 17 Jahren sperren - "Hottest Girls" wäre somit nicht mehr zugänglich.

Trotzdem hält sich die Begeisterung nicht weniger amerikanischer User arg in Grenzen, dass nun schlüpfrige, nicht jugendfreie Inhalte den Weg aufs iPhone gefunden haben - nachdem bereits das Internet nur so vor pornographischen Inhalten strotzt. Ganz anders hingegen dürfte es bei der Porno-Industrie aussehen, die nun vor einem neuen ertragreichen Geschäftsfeld mit großer Zukunft steht, wie etwa TechCrunch anmerkt. Und nicht nur der. Auch Apple kann mit zusätzlichen Einnahmen rechnen.

Das es sich bei der ersten nackten App um kein Versehen handeln dürfte, legen schon die Details der Altersbeschränkung nahe: 17+: Häufig/stark ausgeprägte sexuelle Inhalte oder Nacktheit und häufig/stark ausgeprägte Szenen mit erotischen Anspielungen.

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