IT-Branche
Künftiger Telekom-Chef erwartet viele Fusionen

Der künftige Vorstandschef der Deutschen Telekom Höttges sieht eine Welle an Zusammenschlüssen in der IT-Branche auf Europa zukommen. Um die Telekom macht er sich keine Sorgen – und rügt lieber die deutsche Politik.
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BerlinDer künftige Vorstandschef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, erwartet eine Fusionswelle in Europa. "Wir haben einige gigantische Internetkonzerne aus den USA, wir haben nur noch wenige Techniklieferanten - um da gegenzuhalten, wird es in Europa noch große Zusammenschlüsse geben müssen", sagte er in einem Interview der "Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). "Und weil unser Börsenwert sich deutlich besser entwickelt hat als der unserer Wettbewerber, sind wir gut aufgestellt", fügte er hinzu.

Höttges will in dem Bonner Konzern auch Innovationsvorstand werden. "Diese Aufgabe werde ich übernehmen", sagte er in dem Interview, das er gemeinsam mit dem scheidenden Vorstandschef René Obermann gab.

"Für die Telekom und für mich persönlich sind Innovationen fundamental wichtig", sagte Höttges. Auch Obermann führt das Ressort parallel.

Die deutsche Politik griffen Obermann und Höttges wegen deren Kritik an der Internetstrategie der Telekom scharf an. Viele Politiker würden "lieber Google und Co. statt die heimischen Netzbetreiber" fördern, sagte Obermann. Es sei "widersprüchlich populistisch", von der Telekom neue Investitionen zu fordern, ihr aber dafür nötige höhere Einnahmen zu verweigern. Das sei "Wahlkampf auf dem Rücken" des Unternehmens, sagte Höttges.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Man benoetigt schon sehr viel Chuzpe, um einen nach 10 Jahren geschwächten Konzern besser aufgestellt zu sehen, als den relevanten Wettbewerb.
    Gemeinsam haben beide Vorstände Dividenden aus der Substanz gezahlt.
    Gemeinsam wurde der Kauf des griechischen Verlustbringers OTE durchgepresst.
    Gemeinsam werden seit Jahren Innovationen angekündigt, die nicht den Erwartungen entsprechen.
    Diese Liste 10-jähriger Fehlentschätzungen lässt sich ja fortsetzen.
    Es ist daher wohl eher die Aufgabe eines neuen Vorstands Vertrauen in den Konzern herzustellen.
    Man darf ernsthaft bezweifeln ob das gelingt, wenn man schon vor Dienstantritt Eigentümer und Belegschaft beleidigt und für eigenes Fehlverhalten verantwortlich macht. Das scheint aber ein Kontinuum dieses Vorstands zu sein.

  • "Viele Politiker würden "lieber Google und Co. statt die heimischen Netzbetreiber" fördern, sagte Obermann. Es sei "widersprüchlich populistisch", von der Telekom neue Investitionen zu fordern, ihr aber dafür nötige höhere Einnahmen zu verweigern."

    Es gab die letzten Jahre genug einnahmen mit denen man das alles hätte locker bezahlen können und trotzdem noch schwarze Zahlen hätte schreiben können.

    Aber die gute Telekom hat ja lieber im Ausland investiert und tief rote Zahlen geschrieben mit dem hier erwirtschafteten Geld...

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