IT
Die Solarindustrie gibt Sachsen Hoffnung

Viele Mitarbeiter von Qimonda sehen sich derzeit nach einem neuen Job um - die Angst ist groß, dass das Unternehmen in den nächsten Wochen Pleite gehen könnte. Doch die Beschäftigten dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen - die Photovoltaik-Branche sucht Mitarbeiter.

DRESDEN/MÜNCHEN. In ihrer Freizeit sitzen in diesen Tagen viele Mitarbeiter von Qimonda am Schreibtisch und setzen Bewerbungen auf - die einen, weil ihnen gekündigt wurde, die anderen, weil sie Angst haben, dass das Unternehmen trotz der Sparmaßnahmen in den nächsten Wochen pleite geht.

Die Beschäftigten am Entwicklungs- und Fertigungsstandort Dresden dürfen sich allerdings berechtigte Hoffnungen machen, in der Region einen neuen Job in einem ähnlichen beruflichen Umfeld zu finden. Denn die Photovoltaik-Branche in den neuen Ländern sucht noch immer Mitarbeiter. Die Folgen der Finanzkrise seien zwar spürbar, aber allenfalls in Form verzögerter Aufträge und Ausbaupläne, geben sich die Hersteller von Solarzellen zuversichtlich.

Gerade in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt siedelten sich in den letzten Jahren viele Solartechnikunternehmen an. Der Vorteil: Investoren können in den neuen Ländern noch immer mit höheren Subventionen und geringeren Löhnen als im Westen rechnen.

In ganz Ostdeutschland arbeiten inzwischen 15 000 Leute in der Branche, bundesweit sind es 46 000 Beschäftigte. Der Umsatz soll 2008 vier Mrd. Euro erreichen und in zwei Jahren bereits bei sechs Mrd. Euro liegen.

"Es brummt trotz Wirtschafts- und Finanzkrise", freut sich Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk (SPD). Dass der Steuerzahler dafür wie einst beim Aufbau des Halbleiter-Standorts Dresden in Tasche greift - daran soll es derzeit nicht scheitern.

Für ehemalige Mitarbeiter in der Halbleiterbranche ergeben sich so gute Chancen. Bereits jetzt kämen viele Bewerbungen von dort, heißt es in der Solarbranche. Sie "absorbiere" in der Krise die Jobverluste bei den Chipherstellern, sagt Bernd Rau, Vize-Präsident von Roth & Rau, die im sächsischen Hohenstein-Ernstthal Anlagen zur Oberflächenbehandlung von Solarzellen herstellen. "Da geht einer aus der Tür raus und durch eine andere hinein", erklärt Rau.

Seite 1:

Die Solarindustrie gibt Sachsen Hoffnung

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%