IT-Dienstleistungen
Mehr Wettbewerb beim IT-Outsourcing

Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen ist im Wandel: Kunden akzeptieren bei IT-Dienstleistungen häufiger Standard-Lösungen. Angebote werden dadurch vergleichbarer.

DÜSSELDORF. Das Geschäft mit IT-Dienstleistungen ist im Wandel. Haben Firmen in den frühen Phasen des Outsourcings vor allem ihre Rechner-Infrastuktur oder einzelne IT-Bereiche ausgelagert, sind sie inzwischen bereit, ganze IT-Prozesse auszugliedern. Dabei lassen sich die Unternehmen mehr und mehr auch auf Standardlösungen ein. Das zeigt eine Umfrage unter IT-Verantwortlichen, die das Beratungsunternehmen PAC im Auftrag des IT-Dienstleisters Computacenter durchgeführt hat.

"Über 80 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, standardisierte Leistungen in Anspruch nehmen wollen, sofern damit Kosteneinsparungen und eine schnelle Umsetzung verbunden seien", sagt Karsten Leclerque, Outsourcing-Berater bei PAC. Das erleichtere den Dienstleistern neue Serviceangebote zu generieren und über einen Kostenmix ihre Margen zu halten, so der PAC-Berater. Auf der anderen Seite macht es die Outsourcing-Angebote aber auch vergleichbarer und sorgt für eine höhere Transparenz.

Das Geschäft ist für die IT-Dienstleister schwieriger geworden. "Der zunehmende Kostendruck wurde über Nachverhandlungen der Konditionen an den Dienstleister weitergegeben", sagt Leclerque. Projekte wurden auf Eis gelegt. Der Rückgang der Produktion verringerte den Bedarf an IT-Ressourcen, was angesichts flexibler Preismodelle zu geringen Umsätzen aus laufenden Verträgen führte.

"Im deutschen Outsourcing-Markt rechnen wir aktuell in diesem Jahr nur noch mit gut fünf Prozent Wachstum", sagt der PAC-Berater. Erste Anzeichen einer Erholung in der Wirtschaft ließen aber hoffen. "Im nächsten Jahr gehen wir bereits wieder von 7 Prozent Wachstum aus", so Leclerque. Einige große Verträge aus diesem Jahr würden im nächsten Jahr voll umsatzwirksam - zudem würden weitere Großverträge erwartet.

Zurzeit kämpfen die IT-Dienstleister an mehreren Fronten. Zum einen leiden sie unter den Auswirkungen der Wirtschaftkrise, zum anderen müssen sie bei dem sogenannten "Second-Generation-Outsourcing um die Verlängerung bestehender Verträge bangen. Der Prozentsatz jener Kunden, die den Provider nach Auslaufen der Outsourcing-Verträge tatsächlich wechseln, sei in Deutschland zwar nach wie vor eher gering, sagt Leclerque - in der Tendenz aber sei steigend.

Das Problem für die IT-Dienstleister: Zum einen wird eine erneute Kostenersparnis erwartet, zum anderen sind sie auf der Suche nach einem konkreten Mehrwert, den sie mit Hilfe der IT für ihr Geschäft erzielen können. Die Entwicklung komme vor allen solchen Anbieter zu gute, die ihr Angebot weiterentwickelt haben und in der Lage sind, flexible, modulare und kosteneffiziente Services auf den spezifischen Bedarf des Kunden zuzuschneiden, so der PAC-Berater.

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