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07.07.2008 
IT-Großhändler

IT-Händler Actebis will sich von Arques lösen

von Axel Höpner

Die Arques-Tochter Actebis will Klarheit über die künftige Eigentümerstruktur. "Wir sind an einer schnellen Entscheidung interessiert", sagte Actebis-Chef Klaus Hellmich dem Handelsblatt. Vor allem in den wachstumsstarken osteuropäischen Märkten will Actebis seine Chancen nutzen.

MÜNCHEN. Derzeit sei große Dynamik in der Branche, es gebe attraktive Akquisitionsmöglichkeiten. "Da ist es wichtig für uns, dass wir Kapital hereinbekommen." Der geplante Börsengang sei ein guter Weg dafür. Vorstellbar sei aber auch der Verkauf an einen Finanzinvestor, der bereit sei, in das Geschäft zu investieren.

Nachdem Arques-Chef Michael Schumann vergangene Woche im Handelsblatt angekündigt hatte, Actebis noch in diesem Jahr loswerden zu wollen, scheint eine rasche Trennung vorgezeichnet. Der Actebis-Kauf sei zwar betriebswirtschaftlich vernünftig gewesen, doch der Markt habe den Deal nicht verstanden. Actebis passe nicht recht ins Arques-Portfolio, weil der IT-Großhändler kein Sanierungsfall und zudem deutlich größer als die anderen Beteiligungen sei.

Die frühere Otto-Tochter Actebis ist mit 3,6 Mrd. Euro Umsatz nach eigener Einschätzung drittgrößter Großhandelskonzern für IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik in Europa. Das organische Wachstum lag 2007 bei knapp acht Prozent, auch 2008 will Hallmich stärker zulegen als der Markt. Im IT-Großhandel sind die Margen traditionell niedrig. Actebis kam zuletzt auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von rund 60 Mill. Euro.

Der Börsengang ist laut Hellmich weitgehend vorbereitet. "Das Feedback, das wir bekommen haben, ist sehr positiv. Möglicherweise könne ein erfolgreicher Bahn-IPO Euphorie entfachen. Zu einer möglichen Bewertung wollte sich Hallmich nicht äußern. Arques führt die Beteiligung mit einem Net-Asset-Value von 253 Mill. Euro in den Büchern.

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