IT-Hersteller: Samsung lockt Firmenkunden mit Zwittergeräten

IT-Hersteller
Samsung lockt Firmenkunden mit Zwittergeräten

Der Apple-Rivale aus Südkorea will mit einem Mix aus Smartphones und Tablets im Wettkampf mit Apple Land gewinnen. Speziell für Unternehmen arbeitet Samsung an verbesserter Software und neuen Business-Anwendungen.
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FrankfurtSeit Monaten kämpfen Apple und Samsung um die Vorherrschaft im Markt für mobile Geräte. Gemessen an den aktuellen Verkaufszahlen liegen die Amerikaner zwar noch immer vorn. Apples iPhones und iPads scheinen auf dem Mobile World Congress in Barcelona aber trotzdem nicht die wichtigsten Themen zu sein.

Das mag auch daran liegen, dass Apple keinen Stand in Spanien hat. Vor allem aber liegt es daran, dass Samsung Erfolg zeigen kann: Der Konzern bietet Smartphones und Tablets in allen Größen und geht damit nun auf Firmenkunden zu.

Bei den Smartphones verkaufte Apple im vierten Quartal 2011 dank der neuen iPhone-Version 4S laut den Marktforschern von Gartner 35,5 Millionen Stück und verwies den Samsung-Konzern auf Platz zwei. Doch auch dessen 34 Millionen verkaufte Geräte können sich sehen lassen. Vor allem das 5,3 Zoll große Galaxy Note läuft so gut, dass nun auch andere Hersteller wie etwa LG Geräte bauen, die zwischen Smartphone und Tablet angesiedelt sind. Von Apple gibt es in dieser Größenordnung nichts – das iPhone hat ein Display von 3,5 Zoll.

Die Südkoreaner wollen nun auch bei den noch größeren Geräten aufholen. Laut Marktforscher IHS iSuppli hatte Samsung bei Tablets zuletzt einen globalen Marktanteil von acht Prozent und lag damit deutlich hinter Apple mit 57 Prozent. In Barcelona präsentiert Samsung daher den großen Bruder des Smartphone-Tablets, das Galaxy Note 10.1. Neben den Fingern lässt sich dieses mit einem Stift bedienen. Handschriftliche Notizen und Zeichnungen werden möglich – und machen das Gerät interessant für kreative Berufe. Mit dem Smartphone Galaxy Beam zeigt Samsung ein Telefon mit LED-Beamer. Der Projektor kann Bilder und Texte vom Display auf Wände werfen und eignet sich für kurze Präsentationen im Job.

Noch hat Samsung bei Unternehmen einen schweren Stand: Viele Geräte laufen mit dem Betriebssystem Android, bei dem Firmen Sicherheitsbedenken haben. Eine Kooperation mit SAP soll das Problem lösen: Mit einer Software der SAP-Tochter Sybase können IT-Verantwortliche künftig die Geräte ihrer Mitarbeiter steuern – und sogar sperren. Schafft es Samsung, auch Geschäftskunden zu gewinnen, hat Apple das Rennen mit seinem ausschließlichen Fokus auf Verbraucher noch nicht gewonnen.

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