IT-Konzern
IBM streicht offenbar 5000 Stellen

Bei IBM geht das Sparen weiter: Der IT-Konzern plant offenbar in den USA einen umfangreichen Stellenabbau in seinem Servicegeschäft. Dabei ist der Konzern auch in den aktuell schwierigen Zeiten eigentlich gut unterwegs.

HB NEW YORK. Der IT-Konzern IBM baut Medienberichten zufolge in den USA weitere rund 5000 Stellen in seinem Servicegeschäft ab. Ein Großteil der Jobs solle nach Indien verlagert werden, berichtete unter anderem das „Wall Street Journal“ am Donnerstag unter Berufung auf Insider.

Zum Jahresende beschäftigte der US-Konzern weltweit knapp 400 000 Menschen. Bereits Anfang des Jahres hatte sich IBM laut dem Blatt von rund 4600 Beschäftigten in Bereichen wie Software, Vertrieb und Halbleiter getrennt. IBM wollte den Bericht nicht kommentieren.

Mehr als 70 Prozent der IBM-Belegschaft arbeiten dem Blatt zufolge außerhalb der USA. In Deutschland beschäftigt IBM nach eigenen Angaben derzeit etwa 21 500 Mitarbeiter an rund 40 Standorten. Wie auch andere Konzerne verlagerte IBM bereits viele Stellen in Schwellenländer mit niedrigeren Kosten.

Die Einschnitte wären ein weiteres Beispiel für Einsparungen auch bei Konzernen, die trotz Wirtschaftskrise erfolgreich sind. IBM hatte zum Jahresende einen unerwartet starken Gewinnsprung erzielt und auch für 2009 ein Rekordergebnis als Ziel ausgegeben. Einem früheren Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge bereitet der Konzern zudem gerade die Übernahme des US-Konkurrenten Sun Microsystems für bis zu acht Mrd. Dollar (6 Mrd Euro) vor.

Die nun vom Stellenabbau betroffene globale Dienstleistungssparte für Geschäftskunden sei die weit größte des Konzerns. Nach früheren Angaben habe der Konzern im laufenden Jahr bis zu 400 Mio. Dollar an Kosten für Abfindungen eingeplant, schrieb das Blatt. IBM gibt traditionell Veränderungen bei der Zahl der Arbeitsplätze meist nur addiert in seinen Geschäftsberichten bekannt.

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