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12.01.2007 
SAP, AMD und Samsung

IT-Konzerne versagen reihenweise

Die Bilanzsaison in der IT-Branche hat mit gleich drei herben Enttäuschungen begonnen: Die Schwergewichte SAP, AMD und Samsung vermeldeten durch die Bank schwache Zahlen. Besonders schlimm hat es den Software-Konzern aus Walldorf getroffen. Er lag dermaßen unter den Marktprognosen, dass der Kurs eingebrochen ist.

Die SAP-Aktie dürfte auch an den deutschen Börsen kräftig unter Druck geraten. Foto: dpaLupe

Die SAP-Aktie dürfte auch an den deutschen Börsen kräftig unter Druck geraten. Foto: dpa

HB FRANKFURT/SAN FRANCISCO. An der New Yorker Börse verloren die SAP-Titel am Donnerstag 10 Prozent auf 49 Dollar. Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Verkäufe von Software-Lizenzen 2006 aufgrund von Währungseffekten und einem mageren US-Geschäft nur um 11 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro, wie SAP am Donnerstagabend nach deutschem Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Schnitt hingegen ein Plus von 15 Prozent erwartet; auch der Konzern selbst hatte mit mehr gerechnet. Der Gesamtumsatz legte um 11 Prozent auf 9,43 Mrd. Euro zu.

Die um Kosten für Akquisitionen und Aktienoptionsprogramme bereinigte operative Gewinnmarge legte um 0,6 bis 0,7 Prozentpunkte auf rund 29 Prozent zu. Von der Konkurrenz setzte sich SAP aber weiter ab: Den weltweiten Marktanteil habe die Firma um 3 Prozentpunkte auf 24,2 Prozent ausgebaut, so der Konzern.

Das Software-Unternehmen litt nicht zuletzt unter dem schwachen Dollar, denn es tätigt einen großen Teil seiner Umsätze in der US-Währung, rechnet aber viele Ausgaben in Euro ab. Hinzu kam, dass das US-Geschäft schlecht gelaufen ist: Mit einer währungsbereinigten Wachstumsrate bei Lizenzen von 15 Prozent im vierten Quartal – auf das traditionell rund 40 Prozent des Geschäfts entfällt – lag SAP deutlich hinter der im Vorquartal erreichten Rate von 23 Prozent.

Ein Analyst, der namentlich nicht genannt werden wollte, nannte die Zahlen „auf den ersten Blick katastrophal“. Er warte nun auf Erklärungen des Managements zu den Gründen für die Umsatzschwäche im vierten Quartal, denn nach dem zweiten Quartal habe SAP noch „verschobene Aufträge“ für die sich dort bereits abzeichnende Wachstumsschwäche angeführt. „Nur mit einem sehr guten Ausblick auf 2007 kann SAP nun noch mittelfristig für Phantasie sorgen“, sagte der Analyst weiter. SAP will den Ausblick auf das laufende Jahr aber erst am 24. Januar bei der Vorlage des kompletten Zahlenwerkes für 2006 präsentieren.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: AMD gibt Warnung aus.

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