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Aixtron mit fast verdreifachtem Quartalsverlust bei höherem Umsatz

Der Spezialmaschinen-Hersteller Aixtron hat seinen Fehlbetrag im ersten Quartal bei deutlich höheren Umsätzen fast verdreifacht. Belastet hätten geringere sonstige betriebliche Erträge, teilte der Anlagenbauer für die Halbleiter-Industrie am Donnerstag in Aachen mit.

dpa-afx AACHEN. Der Spezialmaschinen-Hersteller Aixtron hat seinen Fehlbetrag im ersten Quartal bei deutlich höheren Umsätzen fast verdreifacht. Belastet hätten geringere sonstige betriebliche Erträge, teilte der Anlagenbauer für die Halbleiter-Industrie am Donnerstag in Aachen mit. Die Aktie war am frühen Mittag Schlusslicht im TecDax .

An seinem Ziel hält Aixtron fest, im Gesamtjahr ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen und mit 150 Mill. Euro acht Prozent mehr umzusetzen. Im vergangenen Jahr war der Anlagenbauer wegen hoher Sonderabschreibungen und Umbaukosten tief in die roten Zahlen gerutscht. Die Zahl der Mitarbeiter sank bis Ende März nach dem Kauf der US-amerikanischen Genus um neun Prozent auf 566.

Quartalsergebnisse

"Im ersten Quartal 2006 gab es vermehrt Zeichen einer langsamen Markterholung", sagte Vorstandschef Paul Hyland. Daher seien die Umsatzerlöse im Quartalsvergleich um 44 Prozent gestiegen. "Für den Rest des Geschäftsjahres 2006 stehen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung im Mittelpunkt unserer Bemühungen", betonte der Aixtron-Lenker.

Der Quartals-Fehlbetrag stieg im Jahresvergleich von 1,1 auf 3,1 Mill. Euro. Der Betriebsverlust vergrößerte sich von 1,6 auf 3,1 Mill. Euro. Die Bruttomarge verschlechterte sich von 39 auf 38 Prozent. Der Umsatz wuchs um rund 45 Prozent auf 32,0 Mill. Euro. Nach der Genus-Übernahme trage das Silizium-Geschäft wesentlich zum Umsatz bei. Der Umsatzanteil aus dem Verkauf von Silizium-Halbleiter-Anlagen betrug 33 (Vorjahr: 1) Prozent. Der Auftragseingang erhöhte sich um knapp 40 Prozent auf 31,7 Mill. Euro und der Auftragsbestand um knapp elf Prozent auf 61,8 Mill. Euro.

Aktie Verliert

Die Börse quittierte die Quartalszahlen mit deutlichen Kursabschlägen. Die WestLB-Analysten bezeichneten die Auftragslage als schwach. Damit erscheine das Jahresziel des Spezialanlagenbauers herausfordernder als bisher. Ein Händler sagte, der Vorsteuergewinn sei deutlicher ins Minus gerutscht als vom Markt erwartet. Beim Umsatz habe Aixtron die Prognosen dagegen leicht übertroffen. Bis zum frühen Mittag sackte die Aktie um 4,4 Prozent auf 3,66 Euro. Seit Jahresanfang hat der Aixtron-Titel allerdings deutlich an Wert gewonnen.

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