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AT & S steigert Jahresergebnisse

dpa-afx WIEN. Der führende europäische Leiterplatten-Hersteller AT & S hat im Geschäftsjahr 2005/06 vom anziehenden Handymarkt profitiert und wie geplant den höchsten Umsatz der Firmengeschichte erzielt. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 374,7 Mill. Euro zu, wie die im TecDax notierte österreichische Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Der Gewinn je Aktie stieg von 1,07 auf 1,09 Euro - er lag damit allerdings einen Cent unter der früheren Unternehemensprognose. Ihre Ziele für das neue Geschäftsjahr 2006/07 bekräftigte die AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG.

Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Überschuss um sechs Prozent auf 28,3 Mill. Euro. Der Bruttogewinn wuchs um zwölf Prozent auf 61,5 Mill. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schnellte um 23 Prozent auf 26,3 Mill. Euro hoch. Die Ebit-Marge stieg damit auf 7,0 (Vorjahr 6,4) Prozent. Im vierten Geschäftsquartal (Januar bis März) wuchs der Bruttogewinn um zwei Prozent auf 13,9 Mill. Euro. Das Ebit erhöhte sich um 109 Prozent auf 4,9 Mill. Euro. Für 2005/06 will AT & S seinen Aktionären eine Dividende von 0,29 (0,27) Euro je Aktie ausschütten.

Komplexere Mobiltelefone - Vollauslastung

Das Wachstum verdanken die Österreicher nach eigenen Angaben dem Handymarkt. "Entgegen der Annahmen zu Anfang des Geschäftsjahres ist der Markt für Mobiltelefone, in dem AT & S rund 65 Prozent der Umsätze erwirtschaftet hat, deutlich gewachsen", hieß es im Quartalsbericht. Auch der Trend zu komplexeren Leiterplatten habe wegen zunehmenden Funktionen in Handys angehalten. Daher habe AT & S unter Vollauslastung produziert, was die Gewinne beflügelt habe.

Im dritten Geschäftsquartal verbuchte der Leiterplatten-Hersteller Einmaleffekte, da er in einen rascheren Aufbau neuer Kapazitäten investierte. Im Schlussquartal seien wegen eines Engpasses Sonderschichten nötig gewesen, was die Personalkosten erhöht habe. Mit dem Produktionsbeginn im zweiten Werk in Schanghai (China) im August würden sich die Engpässe aber auflösen, betonte AT & S.

Eintritt IN Japanischen Markt

AT & S gelang im Geschäftsjahr 2005/06 auch der Eintritt in den japanischen Markt, wie die Österreicher mitteilten. Die Gesellschaft gewann Sony als Kunden. "Im kommenden Geschäftsjahr wird diese Zusammenarbeit zu ersten namhaften Umsätzen führen und gleichzeitig erwartet das Management wichtige Erfolge bei weiteren japanischen Kunden", hieß es seitens von AT & S.

Auch aus anderen Gründen gab sich AT & S zuversichtlich für das jüngst angelaufene neue Geschäftsjahr 2006/07. Der Markt für Leiterplatten sei dank des Wachstums bei Handys sowie dank der steigenden Nachfrage aus Europa speziell im Industrie- und Automobilbereich "sehr stark". AT & S bekräftigte seinen Ausblick. Der Jahresumsatz soll demnach um etwas mehr als 20 Prozent auf rund 455 Mill. Euro zulegen.

Im ersten Geschäftshalbjahr fallen allerdings laut AT & S "Wachstumskosten" in China und Korea an. Daher rechne AT & S erst im zweiten Halbjahr mit einem "starken Gewinnwachstum". Der Gewinn 2006/07 werde das Vorjahresniveau wohl nur leicht übertreffen. Im laufenden ersten Geschäftshalbjahr peilt AT & S weiter eine Ebit-Marge im niedrigen einstelligen Bereich an. In der zweiten Jahreshälfte dürfte sie sich wegen positiver Beiträge aus dem zweiten Werk in Schanghai sowie aus der jüngst übernommenen koreanischen Tofic auf neun bis zehn Prozent verbessern.

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