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Kley verliert Rechtsstreit mit Ex-Infineon-Chef Schumacher

dpa-afx HAMBURG/MÜNCHEN. Der frühere Infineon -Chef Ulrich Schumacher hat sich nach einem Bericht des "Spiegel" in einem Rechtsstreit gegen seinen damaligen Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley durchgesetzt. Die Pressekammer des Landgerichts Hamburg verurteilte Kley am Freitag in erster Instanz auf Unterlassung, Widerruf und Schadensersatz, wie das Nachrichtenmagazins berichtet. Ein Infineon-Sprecher bestätigte der dpa am Samstag, dass es ein Urteil gegeben habe, wollte sich aber nicht zum Ausgang des Verfahrens äußern.

Der Infineon-Aufsichtsratsvorsitzende hatte in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ("FAZ") im Juli 2005 über seinen damaligen Vorstandsvorsitzenden behauptet, dieser habe über "Schlafstörungen" geklagt und sei daher womöglich mit seiner Aufgabe als Konzernlenker überfordert. Kurz darauf legte der frühere BASF-Manager in der "Zeit" noch einmal nach und zitierte aus Ermittlungsakten der Münchner Staatsanwaltschaft, wonach Schumacher im Rahmen umstrittener Sponsoring-Aktivitäten des Chip-Herstellers unrechtmäßig "Gelder in mindestens sechsstelliger Höhe" zugeflossen sein sollen.

Kley muss nach Angaben des Nachrichtenmagazins nun in der "FAZ" auf eigene Kosten eine Anzeige mit dem Widerruf schalten. Über möglichen Schadensersatz werde in einem separaten Verfahren entschieden - Schumachers Anwälte gingen von einem Millionenbetrag aus. Der Infineon-Sprecher bestätigte, dass Kley Berufung gegen das Urteil einlegen wolle.

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