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Wincor Nixdorf schneidet gut ab

Der Geldautomaten- und Kassensystemhersteller Wincor Nixdorf sieht nach einem unerwartet starken dritten Geschäftsquartal seine aktuelle Prognose nur noch als Minimalziel.

dpa-afx PADERBORN. "Die aktuelle Entwicklung untermauert unsere im April bereits angehobene Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr. Wir gehen davon aus, dass diese Angaben die Untergrenze dessen markieren, was wir erreichen werden", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Stiller am Donnerstag laut Mitteilung.

Die zuletzt erhöhte Prognose stellt für 2005/2 006 ein Umsatzwachstum von mindestens zehn Prozent und eine Verbesserung des operativen Ergebnisses (Ebita) von mindestens 15 Prozent in Aussicht. Im Geschäftsjahr 2004/2 005 hatte Wincor einen Umsatz von 1,744 Mrd. Euro erzielt und ein Ebita von 137 Mill. Euro.

Die Aktie startete mit einem Plus in den Handel. Zuletzt gewann sie 1,81 Prozent auf 102 Euro. "Wincor Nixdorf konnte mit den vorgelegten Quartalszahlen die hohen Erwartungen sowie unsere Schätzungen deutlich schlagen", sagte Analyst Stephan Klepp von der Landesbank Rheinland-Pfalz. Ein Händler lobte vor allem den "leicht positiveren Unterton" beim Gesamtjahresausblick.

Zahlen ÜBertreffen Markterwartungen

Im dritten Quartal verbesserte Wincor Nixdorf den Umsatz um 16 Prozent auf 492 Mill. Euro. Das Ebita stieg um 19 Prozent auf 43 Mill. Euro. Unter dem Strich stand ein Periodenergebnis von 22 (Vorjahr: 16) Mill. Euro. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 480 Millionen, einem Ebita von knapp 41 Mill. und einem Periodenergebnis von 19,6 Mill. Euro gerechnet. Vor den Belastungen aus Abschreibungen infolge der Herauslösung aus dem Siemens-Konzern (Carve-Out) steigerte Wincor das Periodenergebnis von 19 auf 25 Mill. Euro.

Zu der Ergebnisverbesserung habe unter anderem die hohe Nachfrage nach Lösungen auf dem Gebiet "Intelligent Deposit" beigetragen. Dazu zählt die automatisierte Annahme, Echtheitsüberprüfung und Verbuchung von Bargeld und Schecks bei Banken. Im Handel zählen dazu die Leergut-Rücknahmesysteme, die das Ergebnis seit Beginn des Jahres stützen. Zum 1. Mai war in Deutschland eine Änderung der Verpackungsordnung in Kraft getreten. Danach müssen Unternehmen, die Pfand-Dosen oder Einwegflaschen anbieten, nicht nur das eigene Leergut, sondern auch das anderer Anbieter zurücknehmen. Wincor Nixdorf bietet entsprechende Rücknahme-Automaten an.

Deutschland-GeschÄFT Gewinnt Weiter AN Fahrt

Der Geschäftsbereich Retail verbesserte entsprechend im dritten Quartal seinen Umsatz um acht Prozent auf 185 Mill. Euro. Das Ebita stieg um ein Drittel auf zwölf Mill. Euro. Der Bereich Banking legte bei den Erlösen um 21 Prozent auf 307 Mill. Euro zu, das Ebita verbesserte sich um 15 Prozent auf 31 Mill. Euro.

In der Region Europa (ohne Deutschland), die mit 52 (VJ: 54) Prozent weiter den größten Anteil am Gesamtgeschäft trägt, stieg der Umsatz im dritten Quartal um 18 Prozent. Das Deutschland-Geschäft gewann zudem weiter an Fahrt: Der Umsatz legte hier um 19 Prozent zu. In der Region Amerika stagnierten die Erlöse, während sie in der Region Asien/Pazifik/Afrika um 16 Prozent wuchsen.

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