IT-Service
IT-Dienstleister sortieren sich neu

Der Einstieg von Dell und Xerox ins Geschäft mit ausgelagerten Prozessen war erst der Anfang: Immer häufiger drängen Neulinge in das Geschäft mit IT-Dienstleistungen. Experten erwarten beim sogenannten BPO, der Auslagerung ganzer Prozesse wie der Lohnbuchhaltung, ein starkes Wachstum in den nächsten Monaten.

FRANKFURT. Der PC-Produzent Dell kauft den IT-Dienstleister Perot Systems, Wettbewerber Xerox erwirbt ACS - immer häufiger drängen Neulinge in das Geschäft mit IT-Dienstleistungen. Sie zielen vor allem auf das stabile Erträge bringende Geschäft mit der Auslagerung von IT-Aufgaben, dem Outsourcing. Gerade dem sogenannten BPO, der Auslagerung ganzer Prozesse wie etwa der Lohnbuchhaltung, bescheinigen Experten ein starkes Wachstum.

"Wir werden in den nächsten 12 bis 20 Monaten einige interessante Deals sehen, die wegweisend für einzelne Branchen sein können. Danach werden auch andere über das Thema nachdenken", prognostiziert Bernd Schäfer, Partner und Managing Director der Outsourcing-Beratungsfirma TPI. "Solche Pionier-Transaktionen hatten wir im Bereich BPO bisher so gut wie nicht."

Die Zuversicht überrascht. Denn das BPO-Geschäft verlief im ersten Halbjahr katastrophal. Um 70 Prozent ist der Gesamtvertragswert von BPO-Transaktionen in der Region EMEA (Europa, Mittlere Osten und Afrika) im zweiten Quartal eingebrochen, hat TPI errechnet. Doch von einem Ende für BPO mögen die Experten nicht sprechen.

Im Gegenteil: "Wir haben in Deutschland nach Jahren der Zurückhaltung jetzt die Situation, dass Unternehmen erstmals ernsthaft über BPO nachdenken", sagt Schäfer. Allerdings würden die Firmen nicht wie bislang erwartet komplexe Prozesse sondern eher Teile auslagern.

"Die Unternehmen haben sich jahrelang auf die Produktion fokussiert, hier die Fertigungstiefe drastisch reduziert", sagt auch Jörg Vollmer, der Leiter des BPO-Geschäfts von Hewlett Packard Deutschland. "Das gleiche passiert nun mit anderen Bereichen, etwa mit der Lohnbuchhaltung oder der Reisekostenabrechnung, wo viele Firmen heute noch eine Fertigungstiefe von 100 Prozent haben." Die aktuelle Krise beschleunige diese Entwicklung.

HP hat mittlerweile 700 deutsche BPO-Kunden und erstellt jährlich mehr als sieben Millionen Gehaltsabrechnungen. "Wir sind im deutschen BPO-Geschäft die zurückliegenden Jahre stets zweistellig gewachsen und tun das auch in diesem Jahr", sagt Vollmer.

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