IT-Vermieter
Grenkeleasing orientiert sich an der Telekom

Grenkeleasing will expandieren, doch dafür braucht das Unternehmen Geld, dass eigentlich den Aktionären in Form von Dividenden zusteht. Doch es gibt eine Lösung, die Deutsche Telekom hat es vorgemacht.
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FrankfurtDie Deutsche Telekom ist das Vorbild: Die Aktionäre des IT-Vermieters Grenkeleasing sollen in diesem Jahr zwischen einer Dividende in bar und neuen Aktien des Unternehmens wählen können. Eine Entscheidung werde noch bis Anfang Februar auf sich warten lassen, sagte eine Sprecherin am Freitag. „Für ein Unternehmen mit einem starken Wachstum ist das eine Überlegung wert.“ Das Unternehmen aus Baden-Baden hat vorsichtshalber seine Hauptversammlung schon auf den 10. April vorverlegt. Denn die Genehmigung für die Ausgabe neuer Aktien laufe am 11. Mai aus.

Grenkeleasing könnte damit Geld sparen, das stattdessen in die weitere Expansion gesteckt werden soll. Im vergangenen Jahr hatte die im Kleinwerteindex SDax gelistete Firma 11,8 Millionen Euro als Dividende ausgeschüttet. Die Telekom hatte 2013 als erstes Großunternehmen in Deutschland die Aktionäre zwischen Aktien und einer Ausschüttung in bar wählen lassen. 38 Prozent von ihnen hatten sich damals für T-Aktien entschieden, darunter als Großaktionär der Bund. Bei den Kleinaktionären fand die Möglichkeit dagegen kaum Anklang.

Auch bei Grenkeleasing dürfte die Dividende in Form von Aktien nichts für Kleinaktionäre sein. Gemessen an den 80 Cent je Aktie, die für 2012 ausgeschüttet wurden, bräuchte ein Anteilseigner mehr als 70 Anteilsscheine, um das Recht auf eine neue Grenke-Aktie zu erwerben. Das Papier stieg am Freitag um 1,8 Prozent auf 69,69 Euro. Größter Aktionär ist die Familie von Firmengründer Wolfgang Grenke mit 42,6 Prozent.

Seine operativen Ziele hat Grenkeleasing 2013 erreicht. Das Neugeschäft mit Druckern, Kopiergeräten, Notebooks und anderer Büro-Elektronik sowie mit Existenzgründer-Krediten wuchs um 15,6 Prozent auf 1,19 Milliarden Euro; geplant waren 13 bis 16 Prozent. Grenkeleasing erwirtschaftet mittlerweile zwei Drittel des Geschäfts im Ausland. Die operative Marge im Leasinggeschäft sank aber auf 19,0 von 19,5 Prozent. Zum Nettogewinn äußerte sich das Unternehmen noch nicht: Ziel waren 44 bis 48 (Vorjahr: 42,5) Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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