Italien: Unter Murdoch winkt endlich Profit

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Italien: Unter Murdoch winkt endlich Profit

In Italien mit Pay-TV Geld zu verdienen erschien lange genauso hoffnungslos, wie von der Eisenbahn des „Belpaese“ Pünktlichkeit einzufordern.

Seit etwa eineinhalb Jahren sind die Chancen aber stark gestiegen, dass das italienische Bezahlfernsehen eines schönen Tages profitabel sein wird. Grund: Mitte 2003 ist durch die Fusion der beiden Anbieter Stream und Telepiù unter der Regie von Rupert Murdoch der Monopolist Sky Italia entstanden. Die beiden Unternehmen hatten sich zuvor einen ruinösen Wettbewerb um Fußballverwertungsrechte geliefert.

Das ist nun vorbei. Die vollständig von Murdochs News Corp. kontrollierte Sky Italia hat zuletzt über stark steigende Abonnentenzahlen berichtet. Drei Millionen Kunden bezahlen mittlerweile für das Sport- und Filmangebot im Durchschnitt 40 Euro pro Monat. Das ist zwar etwa ein Fünftel weniger als bei der hoch profitablen britischen BSkyB. Dennoch sagen Branchenexperten, dass Sky Italia bei diesen Durchschnittserlösen in diesem Jahr die Gewinnschwelle durchbrechen könnte, sollte die Kundenzahl wie vorgesehen auf 3,4 Millionen steigen. Angesichts einer Marktdurchdringung des Pay-TV von gerade mal zehn Prozent verglichen mit fast 40 Prozent in Großbritannien, erscheinen die Pläne noch nicht einmal sonderlich ambitioniert. Dass Murdoch in Italien aber keineswegs einen Spaziergang vor sich hat, liegt an zwei Dingen: Erstens ist zwischen Bozen und Palermo die Piraterie mit Millionen nicht zahlender Kunden ein immenses Problem. Zweitens bemüht sich die Regierung, das freie terrestrische Digitalfernsehen zu etablieren. Sollte dies erfolgreich sein, hätte der Monopolist Sky Italia wieder eine starke Konkurrenz. mab

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