Italienischer Internetanbieter
Tiscali kehrt Deutschland bald den Rücken

Der Internetanbieter Tiscali ist bei dem geplanten Verkauf seiner deutschen Tochter einen Schritt weiter gekommen. Die Gespräche mit möglichen Käufern befänden sich in fortgeführtem Stadium, sagte Vorstandschef Tommaso Pompei am Mittwoch in Mailand.

dpa-afx MAILAND. Tiscali will mit dem Erlös sein Investitionsprogramm finanzieren und Schulden tilgen. Der Konzern hat bereits seine Tochter in den Niederlanden an KPN verkauft und dabei 255 Mill. Euro erlöst. Erst vor wenigen Monaten hatte Tiscali den Bau einer eigenen Infrastruktur in Deutschland gestartet. Als mögliche Bieter für Tiscali Deutschland gilt unter anderem freenet.de.

Der Fokus des italienischen Konzerns liege künftig auf Italien und Großbritannien, sagte Pompei. In den Ländern seien bis zum Jahr 2010 Investitionen in Höhe von 740 Mill. Euro geplant, mit denen das bestehende Netzwerk erweitert werden solle. Der Umsatz soll durch die Neuausrichtung bis zum Ende der Dekade auf 1,4 Mrd. Euro verdoppelt werden. Ab dem Jahr 2008 werde die Gesellschaft zudem einen Überschuss ausweisen, sagte Pompei.

Tiscali hat derzeit drei Millionen Kunden unter Vertrag, von denen 1,6 Mill. über einen schnellen Adsl-Anschluss verfügen. Die Basis der Adsl-Nutzer soll bis 2010 auf drei Mill. erhöht werden, sagte Pompei. Davon sollten 0,5 Mill. Bündelangebote von Telefonie, Internet und Medieninhalten nutzen.

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