ITV-Übernahme
Kartellamt kommt Murdoch in die Quere

Die britischen Regulierungsbehörden haben den Übernahmeplänen Rupert Murdochs einen Strich durch die Rechnung gemacht: Am Dienstag verweigerten sie der Murdoch-Tochter BSkyB die Übernahme eines 18-Prozent-Anteils an Großbritanniens größtem Privatsender ITV.

HB LONDON. Die Beteiligung des britischen Bezahlsenders BSkyB am Konkurrenten ITV schränkt nach einer ersten Einschätzung der britischen Regulierungsbehörden den Wettbewerb ein. Die Übernahme des fast 18-prozentigen Anteils ermögliche dem von Rupert Murdoch kontrollierten BSkyB-Konzern, Einfluss auf Unternehmensstrategie des größten privaten TV-Senders in Großbritannien zu nehmen, erklärte die Wettbewerbsbehörde am Dienstag. In anderen Bereichen wie der Werbung und dem Nachrichtenangebot bestehe dagegen keine Gefahr der Beeinflussung, hieß es. Die Behörde kündigte an, nach einer Lösung zu suchen. Eine Möglichkeit sei, dass BSkyB seine erst im vergangenen November gekauften ITV-Aktien wieder verkaufen müsse.

BSkyB hatte die 17,9 Prozent an ITV für umgerechnet etwa 1,4 Mrd. Euro übernommen. Der Kauf war als klarer Abwehrversuch eines Übernahmeangebots für ITV bewertet worden. Der Kabelnetzbetreiber NTL hatte sein Kaufinteresse signalisiert.

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