Software AG: Höhere Dividende in Aussicht

Jahreszahlen 2016
Software AG stellt höhere Dividende in Aussicht

Das Ergebnis enttäuscht, doch der Ausblick ist gut: Bei der Software AG lief das Geschäft 2016 schlechter als erwartet. Doch dank der finanziellen Stärke kann sich der Konzern Maßnahmen zur Kurspflege leisten.
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FrankfurtDie Strategie ist klar: Die Software AG will Unternehmen helfen, sich für den digitalen Wandel zu rüsten. Doch die Umsetzung ist schwieriger als gedacht: Weil sich dieses Wachstumsgeschäft – gebündelt in der Digital Business Platform (DBP) – im vergangenen Geschäftsjahr schwächer entwickelte als erwartet, sank der Umsatz leicht auf 872 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um zwei Prozent auf 213,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Damit lagen beide Werte unter den Erwartungen der Analysten.

Trotzdem sieht Konzernchef Karl-Heinz Streibich die Software AG auf dem richtigen Weg. „Wir haben starke Fortschritte gemacht“, sagte er am Donnerstag dem Handelsblatt – so sei es gelungen, große Deals abzuschließen und neue strategische Kunden zu gewinnen. Nur in Großbritannien sei das Ergebnis signifikant schlechter ausgefallen als im Vorjahr. „Für 2017 sind wir besser denn je aufgestellt, um in allen Branchen die steigende Nachfrage nach Lösungen zur digitalen Transformation zu nutzen“, zeigte er sich überzeugt.

Die Software AG hat zwei Sparten. Groß geworden ist das hessische Unternehmen mit seiner Datenbanksparte (Adabas & Natural), die mit einer Marge von rund 70 Prozent sehr profitabel ist, aber langfristig schrumpft – durch das Cloud Computing sinkt die Nachfrage nach solchen Systemen. 2016 schrumpfte der Umsatz wie erwartet um gut fünf Prozent auf 234,6 Millionen Euro.

Angesichts dieses Trends baut der Konzern seit einigen Jahren die Digitalsparte (DBP) auf, die beispielsweise Systemintegration, Big-Data-Lösungen und Business Intelligence anbietet. Kürzlich übernahm er zudem die Firma Zementis, die aufs maschinelle Lernen spezialisiert ist. Mit diesen Angeboten will das Unternehmen wachsen, was 2016 jedoch nur bedingt gelang: Der Umsatz stieg um lediglich 2,3 Prozent auf 441,4 Millionen Euro. Dabei handle es sich jedoch nur um eine Momentaufnahme, betonte Streibich: Einige Aufträge hätten sich ins neue Jahr verschoben.

Finanziell ist das Unternehmen kerngesund, der freie Cashflow stieg auf 187 Millionen Euro, ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist eine gute Nachricht für Aktionäre: Software-AG-Chef Streibich stellte eine Dividendenerhöhung und einen Aktienrückkauf in Aussicht. Ob Spielraum bestehe, hänge aber von „verschiedenen Parametern“ ab, etwa den Ausgaben für Zukäufe. Dieser Ausblick dürfte der Grund sein, warum der Kurs der Software AG nach einem deutlichen Minus am Morgen später wieder das Vortagesniveau erreichte.

2017 soll das Zukunftsgeschäft wieder stärker wachsen: Für die Sparte DBP stellt die Software AG ein Umsatzplus von fünf bis zehn Prozent in Aussicht, die Datenbanksparte soll mit einem Minus zwei bis sechs Prozent weiter moderat schrumpfen. Eine Steigerung der Profitabilität ist nicht zu erwarten – für den Commerzbank-Analysten Thomas ein Zeichen, dass die Software AG weiter investieren muss, um mit den selbst gesteckten Wachstumszielen Schritt zu halten.

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