Japanischer Elektronikkonzern
Flashspeicher lassen bei Toshiba die Gewinne sprudeln

Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres einen deutlich höheren Gewinn erwirtschaftet. Dies ist vor allem der boomenden Nachfrage nach Speicherchips für Digitalkameras, Handys und tragbare Musikgeräte zu verdanken. Aber auch Toshibas lahmende PC-Sparte erholte sich im zweiten Quartal langsam.

HB TOKIO. Das Betriebsergebnis sei auf 53,22 Mrd. Yen (rund 380 Mill. €) gestiegen, teilte der weltweit drittgrößte Laptop-Hersteller nach Dell und Hewlett Packard am Freitag mit. Unter dem Strich verbuchte der Konzern, der auch der siebtgrößte Chip-Produzent der Welt ist, ein Gewinnplus von 45,9 % auf 23,57 Mrd. Yen.

Toshiba hatte seine Gewinnschätzungen erst in der vergangenen Woche nach oben geschraubt, so dass die Zahlen an den Märkten kaum mehr überraschten. An der Tokioter Börse ging die Aktie am Freitag kurz nach Veröffentlichung des Zwischenberichts mit einem Minus von 1,68 % aus dem Handel. Die Umsätze kletterten im abgelaufenen Quartal um 4,4 % auf 1,6 Billionen Yen. Für das gesamte Geschäftsjahr bis Ende März bekräftigte Toshiba die operative Gewinnprognose von 170 Mrd. Yen. Dies wäre ein Plus von zehn Prozent. Mit einen geschätzten Nettoertrag von 55 Mrd. Yen blieb Toshiba nach wie vor unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 62,06 Mrd. Yen.

Trotz der weltweit steigenden Nachfrage nach so genannten NAND-Flashspeichern für mobile Geräte beließ Toshiba seine Schätzung für den operativen Gewinn in diesem Segment zunächst bei 75 Mrd. Yen. „Der Chipbereich hat in der ersten Jahreshälfte eine starke Verbesserung gezeigt und das erwarten wir auch für die zweite Hälfte. Im Moment können wir noch nicht sagen, wie viel besser es wird“, sagte Toshiba-Manager Sadazumi Ryu. „Doch ich denke, 90 Mrd. oder 100 Mrd. Yen könnten in Reichweite sein.“

Nach einer Schätzung des Unternehmens wird sich die Nachfrage nach NAND-Speichern innerhalb der nächsten drei Jahre auf ein Gesamtvolumen von 2,15 Billionen Yen mehr als verdoppeln. Toshiba hält auf diesem Markt derzeit einen Anteil von 28 %. NAND-Chips haben den Vorteil, dass die auf ihnen gespeicherten Daten auch ohne Stromversorgung erhalten bleiben.

Im Computerbereich hat sich Toshiba auf Laptops spezialisiert. Die Verluste in diesem Bereich haben sich stark verringert, seitdem das Unternehmen die Produktion an taiwanische Hersteller ausgelagert und auf High-End-Modelle mit zahlreichen Unterhaltungsfunktionen gesetzt hat.

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