Japanisches Unternehmen
Chip-Riese Renesas offenbar gerettet

Mit einem Milliardenplan soll der Chip-Produzent Renesas vor der Insolvenz bewahrt werden. Auch die Eigner sollen bald zustimmen, wie es nun aus Kreisen hieß. Damit soll der US-Finanzinvestor KKR außen vor bleiben.
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TokioIn Japan steht Kreisen zufolge eine Rettung des strauchelnden Halbleiter-Produzenten Renesas unmittelbar bevor. Die Zustimmung der Eigner zu dem umgerechnet fast 1,9 Milliarden Euro (200 Milliarden Yen) schweren Plan werde Anfang Dezember erwartet, sagten mit den Verhandlungen vertraute Personen am Montag.

Seit Wochen wird auf grünes Licht der Aktionäre gewartet, damit der weltweit führende Hersteller von Prozessoren für die Auto-Elektronik über Wasser gehalten werden kann. Nach dem Plan soll der staatlich gestützte Konzern Innovation Network für 180 Milliarden Yen zwei Drittel von Renesas übernehmen. Acht Autohersteller, darunter die Renesas-Hauptkunden Toyota und Nissan, schießen weitere 20 Milliarden Yen zu.

Die japanischen Unternehmen versuchen mit vereinten Kräften, den an Renesas interessierten US-Finanzinvestors KKR aus dem Rennen zu schlagen und nach der Pleite von Konkurrent Elpida eine weitere Insolvenz in der Branche zu verhindern. Im Ringen um immer kleinere und schnellere Chips ist Renesas hinter Konkurrenten wie Samsung aus Südkorea zurückgefallen. Renesas-Aktien schossen am Montag 17 Prozent in die Höhe.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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