Jede zehnte Stelle
Dell will 8 000 loswerden

Schlechte Ergebnisse und sinkende Marktanteile zwangen Gründer Michael Dell Anfang des Jahres zurück an die Spitze der US-Computerfirma Dell. Nach einer Runderneuerung des Top-Managements legte das Unternehmen jetzt die zweiten vorläufigen Quartalszahlen seit der Rückkehr des Gründers vor und kündigt gleichzeitig an, 8 000 Stellen zu streichen.

je/HB NEW YORK. Die Erwartungen waren pessimistisch und wurden deutlich übertroffen: Für das erste Quartal ihres laufenden Geschäftsjahres 2008 meldet Dell einen Umsatz von 14,6 Mrd. Dollar und einen Gewinn von 947 Mill. Dollar oder 34 Cents pro Aktie. Analysten hatten im Schnitt mit 13,95 Mrd. Dollar Erlösen und 26 Cents pro Anteil Gewinn gerechnet. Dell führt die besseren Ergebnisse auf die ersten Erfolge einer systematischen Neuorientierung des Unternehmens sowie auf ein besseres Produktmix mit einem höheren Anteil teurerer Computer zurück.

Im Effekt, so heißt es, lagen die erzielten Preise im Schnitt um 14 Prozent höher als im Vorjahr. Der Umsatz mit Servern stieg um fast ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr. Wie Hewlett-Packard, mit der sich Dell kostspielige Preiskämpfe liefert, setzt die Firma jetzt auch auf höherwertige Produkte und ein umfassenderes Leistungsangebot. Für das laufende Quartal hält sich Dell bedeckt. Um die Kosten weiter zu senken, will das Unternehmen jede zehnte Stelle streichen. Damit sind etwa 8 000 Arbeitsplätze bedroht.

Unter Hinweis auf die Kosten der Restrukturierung und der andauernden Ermittlungen der Finanzaufsicht SEC in die Bilanzierungspraktiken heißt es in einer Mitteilung, dass „die Gewinnmargen unter Druck bleiben“. Der Dell-Kurs, der im regulären Handel bereit gestiegen war, legte im nachbörslichen Handel weiter kräftig zu.

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