Jenoptik-Chef zeigt sich siegessicher
Jenoptik-Aktionäre könnten Millionen fordern

Auf Jenoptik könnten millionenschwere Forderungen zukommen. Hintergrund sind einem Presseberichte zufolge mögliche Abfindungsansprüche von Anteilseignern.

HB BERLIN. Der Technologiekonzern Jenoptik muss möglicherweise Abfindungszahlungen in Millionenhöhe leisten. Sollte das Thüringer Unternehmen vor dem Bundesgerichtshof (BGH) unterliegen, könnten Aktionärsforderungen von bis zu 140 Millionen Euro anstehen. Das berichtete das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» am Samstag vorab.

Hintergrund des Gerichtsverfahrens ist der Kauf der Deutschen Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft (DEWB) durch Jenoptik im Jahr 1997. Das Unternehmen weitete damals den Streubesitz der Aktien von einem Prozent auf 35 Prozent aus. Der frühere Besitzer von DEWB, die Heidenheimer Industriellenfamilie Voith, habe mit den Aktionären damals einen so genannten Beherrschungsvetrag vereinbart, der den freien Aktionären einen Abfindungsanspruch von 26,51 Euro je Aktie einräume, hieß es weiter.

Jenoptik hat es jedoch laut «Spiegel» versäumt, nach der Ausweitung des Streubesitzes, vertraglich klar abzugrenzen, welche Aktionäre abfindungsberechtigt sind. Jetzt müsse geklärt werden, ob der Abfindungsanspruch auch für den erweiterten Kreis der Aktionäre gilt.

Wie das Magazin weiter berichtete, hat das Thüringer Oberlandesgericht Jenoptik bereits zur Zahlung einer entsprechenden Abfindung verurteilt. Allerdings habe Jenoptik daraufhin den Bundesgerichtshof angerufen. Unternehmenschef Alexander von Witzleben zeigte sich indes optimistisch: Er könne sich nicht vorstellen, dass sein Unternehmen vor Gericht unterliege, sagte er dem Magazin. Im Falle einer Niederlage rechnet Witzleben mit «etwa 20 Millionen Euro», die in «dieser ganze Quatsch» kosten könnte.

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