Jobabbau in Festnetzsparte
Siemens mit Betriebsrat einig

Siemens hat sich mit dem Betriebsrat über das Vorgehen beim Arbeitsplatzabbau im neu geschaffenen Kommunikationsbereich Com geeinigt. Rund 700 inländische Stellen sollen wegfallen.

HB MÜNCHEN. 180 der betroffenen Mitarbeiter seien bereits anderweitig untergebracht worden, etwa in anderen Konzernteilen oder außerhalb des Unternehmens, sagte eine Sprecherin am Freitag. Den restlichen 520 Beschäftigten werde die Überführung in eine Beschäftigungsgesellschaft angeboten. Dort werde unter anderem versucht, weitere Mitarbeiter in anderen Siemens-Bereichen einzugliedern und einst ausgelagerte Arbeiten wieder in den Konzern zurückzuholen. Auch Altersteilzeit, Aufhebungsverträge oder Vorruhestand seien Möglichkeiten. Ziel sei es, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

„Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert, wir sind guter Hoffnung“, sagte eine Com-Sprecherin und verwies auf ähnliche Transfergesellschaften in der Vergangenheit. Hier habe die Vermittlungsquote bei 80 % oder höher gelegen.

Einen Tag nach dem Amtsantritt von Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hatte der Konzern Ende Januar den Abbau von weltweit rund 1250 Mitarbeitern im krisengeschüttelten Festnetzgeschäft angekündigt. Rund 600 davon fallen auf Deutschland. Hinzu kommen weitere 100 Arbeitsplätze in zentralen Bereichen, die im Zuge der Zusammenlegung von Festnetzgeschäft (ICN) und Mobilfunk (ICM) zu Com gestrichen werden. Das Siemens-Festnetzgeschäft hat in den vergangenen Jahren bereits rund 20 000 Beschäftigte weltweit abgebaut.

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