Joint Venture gegründet
Milliardenvertrag löst Apples Speicherproblem

Apple hat mit allen weltweit führenden Herstellern von Speicherbausteinen Lieferverträge bis 2010 abgeschlossen. Damit soll der kontinuierliche Nachschub mit so genannten „Nand“-Speichern für die Fertigung der Musikspieler „iPod“ sichergestellt werden.

pos DÜSSELDORF. Intel und Micron kündigten fast zeitgleich an, ein Joint-Venture zur Produktion von Nand-Speichern aufzubauen, Samsung will für umgerechnet 520 Mill. Euro kurzfristig neue Produktionslinien in Korea hochziehen, die Mitte 2006 den Betriebaufnehmen sollen.

Der Bereich der Nand-Bausteine ist einer der größten Wachstumsmärkte der Halbleiterindustrie. Lieferengpässe bei den speziellen Speicherbausteinen, die ihre Daten auch dann behalten, wenn sie ohne Strom sind, haben fatale Folgen für Apple: Mittlerweile steuert der Musikplayer iPod rund 40 Prozent des Umsatzes und 30 Prozent zum Konzernergebnis bei und jeder Lieferengpass, wie er erst wieder bei der Einführung des „iPod nano“ aufgetreten ist, verstimmen die Wall Street: „Die Nachschubprobleme für den nano limitieren positive Überraschungen in den nächsten Quartalen“, warnt etwa Analyst Richard Gardner von der Citigroup.

Mit der Vereinbarung, die Hynix, Intel, Micron, Samsung Electronics und Toshiba umfasst, soll die Unsicherheit ein Ende haben. „Wir wollen so viele iPods produzieren können, wie der Markt verlangt“, sagt Steven Jobs. Und das lässt sich einiges kosten. Teil des Vertrags ist, dass aus Cupertino in den nächsten drei Monaten alleine 1,25 Mrd. Dollar an Vorauszahlungen geleistet werden.

Intel und Micron Technology kündigten daraufhin an, künftig gemeinsam die Flash-Speicher für Digitalkameras, Handys und andere mobile Geräte herstellen zu wollen. Dazu werde ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Namen IM Flash Technologies LLC gegründet, teilten die Unternehmen mit. Jeder Partner schießt 1,2 Mrd. Dollar in das Unternehmen ein. Ein bedeutender Teil der Produktion werde an Apple gehen, heißt es von Seiten der Unternehmen, die je 250 Mill. Dollar an Vorauszahlung von Apple in das Werk investieren.

Das Joint Venture zielt klar gegen Speicher-Marktführer Samsung, der wiederum ankündigte, noch in diesem Finanzjahr umgerechnet rund 520 Mill. Euro in neue Produktionsstraßen für Nand- und Dram- Bausteine im koreanischen Hwaseong zu investieren. Mitte 2006 sollen die Fertigungslinien bereits die Produktion aufnehmen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%