Journalisten verklagen Konzern
Hewlett-Packard wächst deutlich

Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard hat seinen Gewinn im dritten Quartal gesteigert. HP profitierte von den gefallenen Preisen bei Computerkomponenten wie Festplatten und Speicherchips. Der Spionageskandal aus dem Vorjahr hat allerdings noch ein Nachspiel.

HB NEW YORK. Der US-Computerhersteller Hewlett-Packard (HP) hat im dritten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres 66 Cent je Aktie oder 1,78 Mrd. Dollar verdient. Das ist ein Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte um 16 Prozent auf 25,38 Mrd. Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 66 Cent je Aktie und einem Umsatz von 24 Mrd. Dollar für das Quartal gerechnet. Für das Gesamtjahr erwartet HP 2,61 bis 2,62 Dollar Gewinn je Aktie und 103 bis 103,2 Mrd. Dollar Umsatz.

HP profitierte von den gefallenen Preisen bei Computerkomponenten wie Festplatten und Speicherchips. Zudem hat der Konzern in den vergangenen zwei Jahren 15 000 Arbeitsplätze abgebaut und Immobilien verkauft. Die HP-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 2,5 Prozent zu.

Der Spionageskandal aus dem Vorjahr hat allerdings noch ein Nachspiel: Mehrere Journalisten hatten HP gestern deswegen verklagt. Sie werfen dem Konzern, der früheren Verwaltungsratschefin Patricia Dunn und dem ehemaligen Ethik-Beauftragten Kevin Hunsaker die Verletzung der Privatsphäre sowie „illegales und verwerfliches Verhalten“ vor. 2005 und 2006 hatten sich Privatdetektive im Auftrag von HP Zugriff auf Telefondaten von Mitarbeitern und Journalisten verschafft. So wollten sie aufdecken, wie Firmeninterna an die Öffentlichkeit geraten waren. Im Zuge der Affäre musste Dunn gehen. HP wurde zu einer Strafzahlung von 14,5 Mill. Dollar verurteilt.

Unter den Klägern sind Mitarbeiter der Nachrichtenagentur Associated Press und des Internet-Nachrichtendienstes Cnet. Auch einige Familienmitglieder der Journalisten sind der Klage beigetreten.Auf der Cnet-Internet-Seite äußerte sich HP-Sprecher Ryan Donovan enttäuscht über die Entscheidung der Journalisten. Das Unternehmen habe sich entschuldigt und den Betroffenen und ihren Angehörigen ein „substanzielles Angebot“ zur Beilegung des Rechtsstreits unterbreitet.

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