Kabel Deutschland verhandelt mit Anteilseignern nur noch über Haftungs- und Garantiefragen
Gespräche über Ish-Verkauf weit fortgeschritten

Die Verhandlungen über die Übernahme des nordrhein-westfälischen TV-Kabelnetzbetreibers Ish durch den Marktführer Kabel Deutschland ziehen sich länger hin als ursprünglich geplant. „Aber wir sind auf der Zielgeraden“, verlautete aus Verhandlungskreisen.

slo KÖLN. Die wesentlichen Punkte seien geklärt, einige Haftungs- und Garantiefragen seien aber noch offen. Ende März sollen die letzten Details der Übernahme geregelt sein. Dann haben die Ish-Anteilseigner – ein Konsortium von 38 Banken – das Wort und müssen entscheiden. 75 % der Eigner müssten dem Vertrag zustimmen, damit die Übernahme perfekt ist. Das sei aber recht sicher, hieß es in Verhandlungskreisen.

Damit käme die lang erwartete Konsolidierung auf dem Kabelmarkt zu Stande. Denn Kabel Deutschland will auch die kleineren Wettbewerber Iesy in Hessen und Kabel Baden-Württemberg übernehmen. Entsprechende Grundsatzvereinbarungen sind nach Informationen aus dem Umfeld der Unternehmen bereits unterschrieben. Es liefen aber noch Gespräche zwischen Anwälten und Wettbewerbshütern auf EU-Ebene und in Deutschland, um auszuloten, wie diese einer solchen Konsolidierung gegenüberstehen.

Insgesamt will Kabel Deutschland nach Angaben aus Beraterkreisen 2,75 Mrd. Euro – davon 1,4 Mrd. Euro allein für Ish – für die Übernahmen ausgeben und damit zusammenbringen, was ursprünglich bereits als Einheit unter dem Dach der Deutschen Telekom existierte. Nach Informationen aus Finanzkreisen hat Kabel Deutschland bereits ein Finanzierungspaket in Milliardenhöhe mit mehreren Großbanken vereinbart – darunter sind wohl auch die Deutsche Bank und die Citigroup. Beide Banken zählen zu den Hauptgesellschaftern von Ish, was Branchenkenner als Zustimmung dieser beiden Häuser zu einer Ish-Übernahme durch Kabel Deutschland werten. Das fusionierte Unternehmen könnte vor allem beim Einkauf von Inhalten fürs digitale Fernsehen von Größenvorteilen profitieren. Neue Dienste wie eine Vielzahl digitaler Programmen sollen die Umsätze der Kabelbetreiber künftig ankurbeln.

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