Kabelbetreiber
Premiere beschert Unitymedia Gewinnsprung

Die Kooperation mit Premiere und der Verkauf von Anteilen an dem Bezahlfernsehsender hat dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia einen Gewinnsprung beschert. Auch ein Verkauf von Anteilen trieb das Ergebnis in die Höhe.

rtr MÜNCHEN. Im ersten Quartal des Jahres blieb bei der Muttergesellschaft der Satellitenplattform Arena unter dem Strich ein Gewinn von 44 Mill. Euro nach einem Verlust von 70 Mill. Euro ein Jahr zuvor. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) und Einmaleffekte legte auf 105 von 23 Mill. Euro zu, wie Deutschlands zweitgrößter Kabelbetreiber am Mittwoch mitteilte.

Zu verdanken hat Unitymedia das der Zusammenarbeit mit Premiere bei der Übertragung der Fußball-Bundesliga. Arena hatte Premiere bei den exklusiven Übertragungsrechten vor zwei Jahren überraschend ausgestochen und die Bundesliga 2006/07 zunächst alleine übertragen. Arena konnte aber nicht die erhofften Kunden gewinnen und fuhr hohe Verluste ein. Nun verkauft Arena seinen Kunden das von Premiere produzierte Programm weiter. Zusätzlich bescherte der Verkauf von Premiere-Anteilen an Rupert Murdochs News Corp im Januar Einnahmen von 27,2 Mill. Euro. Murdoch hat bei Premiere inzwischen auf mehr als 25 Prozent aufgestockt.

Unitymedia gewinnt mit seinen neuen, kombinierten Angeboten für digitales Fernsehen, Internet und Telefon immer mehr Kunden. Per Ende März hatte Unitymedia 1,1 Mill. Kunden für das sogenannte „Triple Play“-Angebot, 71 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Anteil dieses Geschäfts am Umsatz erhöhte sich damit auf 18 von zwölf Prozent. Insgesamt setzte der Kabelnetzbetreiber aus Köln in den ersten drei Monaten des Jahres mit 299 Mill. Euro gut 20 Prozent mehr um als im Vorjahresquartal.

Trotz weiterer Investitionen zum Ausbau des Netzes rechnet Unitymedia-Chef Parm Sandhu im Kabelgeschäft 2008 mit einem Ebitda von 365 bis 375 Mill. Euro. Arena soll bereinigt 30 Mill. Euro Ebitda beisteuern. Allerdings ist dies abhängig von der Entwicklung der Kundenzahl nach der Neuvergabe der Fußball-Bundesliga-Rechte, die in Kürze anlaufen soll.

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