Kabelfernsehen
Kartellamt genehmigt Kabel-BW-Übernahme

Was sich bereits angekündigt hat ist jetzt offiziell: Das Bundeskartellamt hat die Übernahme von Kabel BW durch Liberty Global genehmigt. Das Angebot umfasst 3,2 Milliarden Euro.
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Das Bundeskartellamt hat die Milliarden-Übernahme des Kabelnetzbetreibers Kabel BW durch den US-Konzern Liberty Global genehmigt. Das Fusionsvorhaben werde unter Auflagen erlaubt, teilte das Kartellamt am Donnerstag mit. „Die Freigabe konnte nur aufgrund von weitreichenden Zusagen der Unternehmen erteilt werden“, sagte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes. Dank der Zugeständnisse bestehe nun eine Chance für mehr Wettbewerb auf den Kabelmärkten in Deutschland.

Der 3,2 Milliarden Euro schwere Deal wäre beinahe am Widerstand des Kartellamts gescheitert. Nach monatelanger Prüfung hatte die Behörde Anfang November noch damit gedroht, die Transaktion zu kippen. Als problematisch wurde seinerzeit gewertet, dass die großen Kabelfirmen Liberty Global und Kabel Deutschland sich de facto die Republik aufgeteilt haben und kaum Konkurrenz machen. Die Liberty-Tochter Unitymedia, die Nordrhein-Westfallen und Hessen mit Fernsehen versorgt, würde mit dem Kauf des baden-württembergischen Kabelanbieters ihre Position als Markt-Zweiter noch ausbauen und damit das „marktbeherrschende Oligopol“ bei der Versorgung von Mietshäusern mit Fernsehen noch verstärken, hatte es geheißen.

Unitymedia lenkte daraufhin ein und machte eine Reihe von Zugeständnissen. Mit ihnen sollen es Wettbewerber etwa leichter haben, große Mietshäuser mit Fernsehen zu versorgen - bislang hatte das Unternehmen das Geschäft exklusiv. Die Argumentation zog offenbar bei den Bonnern. „Nach Auffassung des Bundeskartellamtes stärken die Zusagen die Wettbewerbsmöglichkeiten dritter Anbieter und kompensieren die negativen Auswirkungen des Zusammenschlusses“, erklärte die Behörde.

Liberty hatte den Deal im Frühjahr vereinbart. Verkäufer von Kabel BW ist der Finanzinvestor EQT.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Lass ich mich mal überraschen ob es mit Unity nicht doch besser wird da die Verträge und der Kundenservice von KBW der letzte Müll sind und ich in der Beziehung nur schlechte Erfahrungen sammeln durfte.

  • Ich habe bei KBW angefragt und erfahren, dass sich an meinen Verträgen nichts ändert. Alle sandere ergibt sich auf Kurz oder Lang.

    Johannes Lauck

  • Schade, dass das Kartellamt mal wieder versagt hat.

    Man sollte die Behörde schließen, da sie uns Bürger im Regen stehen lässt.

    Unitymedia ist für mich ein Synonym für rigide Abkassiererei. Ich persönlich habe mit denen ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht. Man kann sich letztlich nur durch Kündigung aus deren Klauen befreien.

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