Kabelnetzbetreiber
Unitymedia Kabel BW wächst – aber mit Verlust

Trotz einer Umsatzsteigerung ist der Kabelnetzbetreiber Unitymedia Kabel BW weiter in die roten Zahlen abgerutscht. Im Vergleich zum Vorjahr verbucht das Unternehmen damit einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe.
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DüsseldorfDer Kabelnetzbetreiber Unitymedia Kabel BW ist im zweiten Quartal wegen hoher Abschreibungen und Refinanzierungskosten weiter in die roten Zahlen abgerutscht. Trotz einer Umsatzsteigerung um acht Prozent verbuchte die Ende 2011 fusionierte Tochter des US-Kabelnetzriesen Liberty Global einen zum Vorjahr fast verfünffachten Verlust von 122 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab.

Dank eines regen Zulaufs an Kunden, die zunehmend auch bereit sind, für Premium-Angebote zu zahlen, entwickelte sich das operative Ergebnis des ärgsten Kabel-Deutschland -Konkurrenten aber weiter positiv. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um sieben Prozent auf 281 Millionen Euro – allerdings etwas weniger schwungvoll als noch im Auftaktquartal.

Der Umsatz stieg um acht Prozent auf 480 Millionen Euro, wobei sich der durchschnittliche monatliche Erlös je Kunde um neun Prozent auf 20,31 Euro verbesserte.

Die Zahl der Abonnenten legte um 129.100 zu, deutlich weniger als zu Jahresbeginn mit knapp 169.000. Insgesamt zählt das Unternehmen, das Kunden in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg mit Fernseh-, Internet- und Telefon-Angeboten versorgt, rund 7,1 Millionen Kunden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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